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2 (1825)
Entstehung
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218
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Sendschreiben v. d.

und gelb geworden sei«/ wie es die Dinte IN alle»alten Handschriften auf Pergament ist. Ferner würdeeine solche Dinte die zarten Häute des' Papiers zer-fressen haben/ wie sie es in Handschriften auf Häu-ten gemachet hat; den in dem ältesten Virgiliound Terentio der vaticanischen Bibliothek sind dieBuchstaben vertieft in dem Pergamente/ und einigesind durchlöchert durch die fressende Schärfe des Vi-triols.

§. t26. Daß die Dinte der herculanischen Schrif-ten nicht flüssig gewesen / zeiget die Erhobenheit derBuchstaben/ welche sich entdeket/ weil man ein Blatthorizontal gehalten am Lichte besiehet; es sind diesel-ben alle von dem Papiere erhoben: folglich war die-selbe mehr der sine fischen Dinte als der unsrigenähnlich/ und eine Art von Farb^. Dieses erhellet ^auch aus einer Stelle des Dein osth en eS/ wo der-selbe dem ÄschineS vorwirft/ daß er ans Armuthin feiner Jugend sich gebrauchen lassen/ die Schule aus- >zukehren/ die Bänke in derselben mit einem Schwämmeabzuwaschen/ und Dinte zu reiben (7-° 7-5-/?«,,) ;es wurde also die Dinte wie Farbe zubereitet/ undkan also nicht flüssig gewesen sein. Eben dieses zeigetauch die Dinte / welche sich in einem im Herculano ent-deketen Dintenfasse besindet/ die wie ein dikeS Öl ist/und noch izo zum Schreiben dienen könte.

§. 127. Es wollte ein Gelehrter zu Neapel muth-maßen/ daß die Dinte der Alten vielleicht derschwarze Saft des bekaiiten Fisches Sepia ge- !wesen sei/ welcher Fisch daher izo auch CalamaroHeisset. Dieser Saft hieß bei den Griechen -x??,und HesychiuS erkläret es ?»? das

Schwarze der Sepia/ und dienet dem Fische zu

») Oi'nt. 55-5/ v'T'ep. kol. 4z. I. !!n. 4. ecZlt. 1554.

lMan siehe den 4§. der Briefe a» Biaüconi.)