Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
209
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hercnl. Emdek.

20s

damit sie etwas Ernsthaftes (ich verstehe Andern)von ihren eigenen Gedanken vorlesen/ oder et-was Auserlesenes und Merkwürdiges denken möchten.

§. HZ. Er gibt auch in den Zusäzen zu, daßWachstafeln zum Schreiben unter den Römernund Griechen in spätern Zeiten derKaiserüblich gewesen? weil er eine Stelle in den Actendes zweiten nicänischen Concilii^) gefunden/ welcheman ihm hätte einwenden können. In dem Werkeselbst aber bemerket er diese Art zu schreibenvon den ältesten Zeiten der Römer/undführet aus dem LiviuS das Vündniß zwischen denRömern und Albanern an/ zur Zeit der Horatierund Curiatier/ welches auf Wachst afeln ver-zeichnet worden.

§. it-7. Die mchresten Vergehungen dieses Ge-lehrten/ und vornehmlich seine M ißh an d l un g deSVaters der Dichter/ hat die Begierde/ etwasNeues und U n erw art e teS zu sagen, zum Grunde;andere verleitet zugleich auf eben diese Abwege derMangel an Materie zum Schreiben, welcher ineinigen Ländern/ wie in einigen Klassen des Wissens'/groß ist; und da geschrieben sein muß/ (welches inDeutschland und jenseit der Alpen zur Achtungnöthiger als in Italien geworden ist/) so wirftman sich auS Verzweiflung oft auf leere fpeculativeGrillen/ oder man suchet sich/ wie HerostratuS,an den Denkmalen der Alten zu verewigen. Vondieser Art ist der gelehrte Ru hnken mit seinen Ver-besserungen des Kallimachus und anderer altenDichter. Ich selbst aber könte mich hier einer un-zeitigen Ausschweifung schuldig machen/ die einiger-maßen in einem Sendschreiben zu rechtfertigenist; ich lenke deswegen wiederum zum Ufer.

>) 4. Lonc. 2> t> 3. p. Iit> (!. e<Iit> Venet.

2) ?, 124.

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