202 Sendschreiben v. d.
„ Schriften des Epikurs offenbar Cylinder„ nennet. " Er hält dieses Wort für einen„ Znsaz eines Römers/ weil er dasselbe bei keinemandern Scribenten in diesem Verstände/ auch selbstbei dem Diogenes nicht/ öfter gefunden / und erverwahret sich hier mit einigen Ansprüchen des Me-nage/ welcher in seinen Anmerkungen über die-sen Scribenten lehret/^) daß derselbe voll von Zu-säzen und von pöbelhaften Ausdrüken sei,welches auch bereits SalmasiuS angemerket habc.^)„ Gesezt aber/ fahret er fort/ daß das Wort Cylin-„ der kein Zusaz sei/ so beweiset dieses nichts wider„ mich und für die ältern Zeiten der Griechen/ weil„Diogenes unter dem Konstantin gelebet/ wo„ vielleicht gerollete Schriften unter den Griechen„ in Gebrauch gekommen. " Er berufet sich fernerauf mehr als ein vierekiges Buch auf hercula--Nischen Gemälde»/ und wo daselbst gerollete Schrif-ten vorgestellet sind/ hält er dieselben für das/ waser glaubet. Er strafet den Spon Lügen/ 5) wel-cher in seinen Reisen^) von einer gerolletenLiturgie des b. Chrysostomus redet/ die er zuKorintb gesehen.
Z. 106. Ich habe zu Erklärung/ und zugleichanstatt der Widerlegung dieser wider den Stromsträubenden Meinung/ auf Tafel eine alte
schone erhobene Arbeit beigebracht/ welche ich nach
1) IK'itl. p. 235.
2) In p. 26).
Z) De I!n^. Hellenist, p. 107.
4) Oe I^eß. I'lieca Oal. x. 264.
6) Idi6. p. 242.
H) 1'. 2. 2Z0.
7) ^Denkmale:c. Numero 454.