598 Sendschreiben v. d.
digen/ so daß sie kan ihre Rolle bekommen/ middieselbe zu Ende lesen, bis an dieselbe.
§. t02. Diesem zufolge muß man sich vorstelle»/daß/ da der innere Stab zum Aufro llen dienet?/ein zweiter Stab oder Röhrchen nöthig gewe-sen/ die aufgerollete Schrift wiederum anfzuwi-keln/ von tvelchen jener am Ende/ dieser aber amAnfange befestiget gewesen/ so daß alsda» dasRöhrchen/ welches' vorher inwendig war/ aus-wärts zu liegen gekommen/ und so wechselsweise.An den herculanischen Schriften findet sich da»zweite Röhrchen nicht; den da das äussere Blattoder Lage an den meisten/ welche man untersuchethat/ fehlet/ so muß auch dieses Röhrchen zugleichmit verloren gegangen sein. Man siehet auch dasselbean den gemaleten Rollen Schriften auf einigen her-culanischen Gemälden nicht/ wohl aber das innereRöhrchen. Aber die Alten reden bei Schriften vonsolchen Röhrchen in der mehrern Zahl/^) unddieses köiite meine Muthmaßung bestätigen. Fernerbemerket man an einige» Schriften in der Höhlungder Röhrchen etwas/ was dieselbe ausfüllet/ welchesein Stäbchen zu sein scheinet/ um welches entwederdas Röhrchen im Aufwikeln gelaufen/ oder wen das'Röhrchen nur die Länge der Schrift gehabt hätte/ sodienete das Stäbchen/ welches hervorging/ vermit-telst desselben das Röhrchen zu drehen. Dieses Stäb-chen kan seinen gedrechselten Knopf gehabt ha-be»/ welcher etwa gemaler gewesen/ so daß daher derDichter saget: lu^urieris umliilicis. 2) An diesesStäbchen/ wen es da war/ scheinet auch der Zeddelbefestiget gewesen zu sein/ welcher an Rollen Schrif-
») I<I. I. Z. 2> v. g. I. 4. ex!gr. g>. v> 2. I. Z. exlgr,
6». v. 4. 8tat. I.4 8^!v. 9.
2) I. Z. exißr. 2. v. 9.5