hercul. Entdek.
Z. toi. Dieser aus vielen Stüken zusammen-gefügte Streifen Papier wurde zuweilen blos umsich selbst gerollet/ in andern aber um eine Röhre,welche Holz oder Knochen war, nach dem Zeug-nisse des Scholiasten des Horatius/^) und dieseRöhre zeiget sich dünner und starker in dem Mittel-punkte verschiedener Schriften. Vermuthlich wardieselbe das/ was die Alten den Nabel/ »mbili-cun>, der Bücher nennen: den eS ist derselbe inder Mitte/ wie .der Nabel am menschlichen Kör-per/ und dessen Öfnung ist diesem ähnlich. Dieseslässet sich unter andern ans einer Stelle des Mar-tialiS erweisen / wo er von einer kleinen Schriftsaget/ daß sie nicht größer sei als der Nabel:
t^uicl proclesr milii tsin m.icer libellus,
UuIIo orassior ut sil,
8i iolus I.il>i trilluo
Diese Stelle ist/ wie ich dieselbe einsehe/ nichtrecht verstanden; den es würde ein Vergleich ohneVerhältniß sein/ hier den Nabel am Menschenzu verstehen; eben so wenig kan eS die Zieratauf dem Dekel der Bücher bedeuten/ sondern eSmuß für die kleine Rolle in dem Mittel-punkte der Schrift verstanden werden. Der Dich-ter wird also sagen wollen/ „diese Rolle Schrift„sei nicht stärker/ als diejenige kleine Rolle oder,, Stab/ um welche die Schriften gewikelt werden."Es würde also acl Iimdilicurn aclclueere und a<!«mdilicum xei-venire heiffeil/eine Schrift eN-
») poi'pliz'r. in Hör. Txull. 1^. V. L. ^>.236. cö!.l6l1. 4.
2) 1^. 2. 6. v. i o.
3) Hvrat. I. c.
4) AlaNlal. I.4. exiZr. 9 v. 2.