Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
182
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5S2 Sendschreiben v. d.

mit einem breiten Stiele/ waren Küchengerätbe/ unddenen ähnlich/ die wir über die Casserole sezen.

§. 76. Unter manchen hiesigen Entdekungen, /welche uns überzeugen/ daß wenig Neues gemachetwird/ was nicht ehemals schon gewesen/ sind auchsilberne Tassen/ nämlich untere und obere Scha-len/ von eben der Form und Größe/ wie die unsri-gen zum Thee sind/ und jene sind ausserordentlichschön getrieben und geschnizet. Diese Gefäße hatteneben den Gebrauch/ wie die unsrigen izo; sie diene-ten zum warmen Wasser trinken/ und eS waren beiden Römern einige Häuser/ wo man dasselbe nahm/wie unsere Kaffeehäuser. ES sind drei Paar dersel-ben in dem Museo.

§. 77. Die silbernen Schalen geben Gelegenheit/von einem Gefäße von Silber zu reden / welches dieForm eines Mörsels hat/ und etwa anderthalbPfund wieget. Auf demselben ist in flach erhobener ^Arbeit Homerus/ auf einem fliegenden Adler getra-gen/ vorgestellet/ welcher sich mit der rechten Hand dasKin unterstüzet/ und wie in hohen Betrachtungen miterhabenem Haupte; in der linken hält er eine gerolle-te Schrift/ das ist/ seinGe dicht. Über dessen Haup-te schweben Schwäne unter hängenden Blumenkrän-zen. Dieses Stük hat Herr Grav CayluS/ aber ohnedas folgende/ in dem dritten Bande seiner Sam-lung von Altertümern vorgestellet/ so wie esihm aus dem Gedächtnisse gezeichnet mitgetheiletworden. Auf beiden Seiten sizen unterwärts zwoweibliche Figuren auf Laubwerke von Eichen: die zurRechten ist bewafnet mit Schi l d und Spieß/nebsteinem kurzen Degen unter dem Arme/ und bildetdieJlias ab; die zur Linken/ mit einem konischen ^Hute ohne Krempen/ wie Ulysses/ schlägt einBein über das andere / und berühret die Stirn mit