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und alle viere haben ihre mit verschiedenen Farbengezogene Einfassung. Schade ist es / daß zwei da-von zerbrochen und dadurch beschädiget sind. Ich ha-be dieselben in meiner Geschichte der Kunst desAltertums umständlich beschrieben.
§. 4s. Hier ist zu erinnern/ daß alle diejenigenGemälde auf der Mauer/ welche aus' Italien/ jen-seit der Alpen/ es sei nach Engeland/ Frankreichoder nach Deutschland/ gegangen sind/ für Betrü-gereien zu halten. Der Herr Grav CayluS ließeines dergleichen/ als ein altes Gemälde/ in seinenSamlungen von Altertümern stechen/ weil mancS ihm alS ein Stük aus dem Herculano verkaufet hatte.Dem Markgraven von Bairenth wurden bei seinerAnwesenheit in Nom verschiedene von diesen Ge-mälden ausgehänget/ und ich höre/ daß dergleichenBetrügereien auch an andere deutsche Höfe vertriebenworden. ES sind dieselben alle von einem sehr mit-telmäßigen venctianischen Maler/ Joseph Gu-erra/ in Rom / welcher im vorigen Jahre verstarb/gemachet; und es ist kein Wunder/ daß Fremde sichmit dieser Arbeit haben anführen lassen/ da dieseseinem in Altertümern sehr erfahrnen und weitläufriggelehrten Manne widerfahren ist. Dieses ist derJesuit Pater Contueci/ Aufseher der Studien unddes Musei in dem Collegio Nomanv/ welcher mehrals vierzig Stüke erhandelte/ in der Versicherungvon Schäzen/ welche aus Sieilien/ ja gar ansPalmyra gebracht worden: den man saget/ daßviele dieser Gemälde nach Neapel geschiket worden/welche man von da zurukkommen ließ/ um derBetrügerei einen Schein zn geben. Auf einigensind selbst erfundene Buchstaben gesezet/ diemit keiner bekanten Sprache eine Verwandtschaft
1) B. Z Ä. ts §.1-