Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
143
Einzelbild herunterladen
 

hercul. Emdek.

Es wurden alle Stüke gesammelt / auf Wagen gela-den, nach Neapel geführet/ und in dem Schloßhofe> abgeladen, wo dieselben in einer Ekc auf einandergeworfen wurden. Hier lag dieses Erzt, wie altesEisen, geraume Zeit, und nachdem hier ein Stükund dort ein anderes war weggetragen worden, soentschloß man sich, diesen Überbleibseln eine Ehreanzuthun; und worin bestand dieselbe? ES wurdeein großer Theil davon zerschmolzen, zu zwei gro-ßen erhoben gearbeiteten Brustbildern des Königsund der Königin. Wie diese beiden Stüke gera-then können, stelle ich mir vor/ ohnerachtet ich die-selben nicht gesehen habe: deü sie sind unsichtbargeworden, und bei Seite gethan, da man das un-wissende, unverantwortliche Verfahren anfing zu mer-ken. Die übrigen Stüke von dem Wagen, vonden Pferden und von der Figur wurden endlich, wiederum nach Portiei geführet, und in den Ge-wölben, unter dem königlichen Schlosse der Weltvöllig aus den .Augen gerüket. Geraume Zeit nach-her brachte der Aufseher des Mufti in Vorschlag,aus den uZrigeu Stüken von den Pferden wenig-stens ein einziges znsammenzuftzen, und dieses wur-de beliebet, und durch die Arbeiter in Erzt, dievon Rom znr Arbeit an andern Entdekungen warenverschrieben worden, wurde Hand au dieses Werkgeleget. Alle und jede Stüke zu einem ganzen Pfer-de fanden sich nicht mehr, und eS mußten einigeneue Güsse gemachet werden, und auf diese Artbrachte man endlich ein Pferd, und ein schönesPferd, zusammen, welches in dem innexn Hofe desMufti aufgerichtet ist. An dem Gestelle von Mar-^ mor stehet folgende Inschrift, in vergoldeten Bnch-' staben von Erzt, von dem berühmten Mazzocchigemachet: