hercul. Eittdek. ^21
kurz ab/ und saget/ daß diese Art zu reden den An-fängern in der Sprache bekant sei. Ich bin et-was mehr als ein Anfänger in derselben/ kan michaber dergleichen Gebrauch des Wortes nicht
entsinnen.
§. S. Das Ufer/ auf welches das alte Hercula-num gebauetwar/ erstreikte sich als eine Erdzungein'S Meer/ das ist/ es war ein Capo. Dieses istdie Meinung des Strabo/ und er will von keinemVorgebirge reden. ES zeiget dieses noch izo derAugenschein: den Portici und Resina/ welche obenaus der verschütteten Stadt Herculanum gebauetsind/ liegen beinahe in gleicher Höhe/ mit dem Meere,welches ein flaches und sandiges Ufer hat. Folglichkan das alte Herculanum so viel weniger eineerhabene Lage gehabt haben/ sonderlich wen man be-denket/ wie tief diese Stadt unter dem Erdbodenist. DaS Theater derselben ist über w» Palmen tief/und man gelanget in dasselbe auf eben so viel Stufen/welche zur Bequemlichkeit von den Arbeitern gehauensind. DaS Paviment oder der schöne Fußbo-den/ womit das zweite Zimmer -)eS hercnlanischenMufti auSgezieret ist/ wurde neapelsche Palmentief unter der Erde gefunden / und es war dasselbein einer offenen Loggia auf einer Art von Ba-stion geleget, welche wiederum -26 Palmen überdas Gestade des Meers erhöhet war.
§. 40. Hieraus folget, daß das Meer sehr vielhöher müße gewachsen sein; welches beim erstenAnblik eine seltsame Meinung scheinet/ hier aber undmich in Holland durch den handgreiflichen Augen-schein bestätiget wird. Den in Holland ist das Meeroffenbar höher als das Land/ welches die Nothwendig-keit der Dämme beweiset: es muß aber das Meerehemals nicht so hoch gewesen sein/ weil diese Pro-vinz zu der Zeit/ da dem Meere noch keine GränzenWiuckelman. 2. 6