Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
112
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Briefe üb. d.

meisten zu den Zeiten des Verfalles der Kunst imGebrauche war/ und die unter H adrian hernach all-gemein wurde/ wie wir an den Brustbildern der Kai-ser sehen. Der einzige nicht idealische Kopf zu Rom/welcher dergleichen Augen hat/ vom Augu stuö an biszu Hadrians Zeiten/ ist der Kopf des Marcel-luS/ des Neffen Augusts, l) Auf der andern Seiteist eS aber auch falsch / daß sie vorher gar nicht ge-bräuchlich gewesen wären. Ich habe solche an vierKöpfen an dem sogenanten ludovisischen Obeliskentdeket/ der bei SanGiovanni im Lateran auf derErde lieget. -) Was den Punkt anbelanget/ der denBlik des Auges und den Umriß der Pupille andeutet/und der durch eine V erti efung im Marmor auS-gedrüket ward/ so haben ihn die Griechen schon inden ältesten Zeiten gcmachct/ nämlich vor dem Phi-diaS/ und nach demselben/ in den schönsten Zeitender Kunst/ aber erhoben. So siehet man auf denMünzen des Hiero von SyrakuS/ und auf denendes Alexanders/ den Punkt/ und eine kleine Linierings herum. Dieses war der negative Theil mei-nes Beweises; nun hören sie den affirmativen.Die Hand/ sagete ich/ hat kein moderner Bildhauer ge-ll Winckelmaü meint vielleicht eine Büste, die Cava>cepvi besaß, und die in seiner K^ccoll» (t.

i. t!>v, 32.) abgebildet ist/ wo gesagt wird, daß ste nachPetersburg gegangen sei. Die Büste im capitolinischenMuseum (t. 2. tav, Z.) desselben, hat keine so ge-zeichneten Augen: aber weder diese noch iene sind zuver»läßige Bildnisse des Marcellus, von dem uns Mün-zen mangeln. Fea.

2) Man stehet dergleichen auch > an einigen Figuren de»ehemaligen barberinischen Obcliskes, der iezo im Gartendes Vaticans liegt. Fea.z) Auch der farnesische Herkules hatte dieselben ein-gesezt. Fea.