Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
113
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neuest, hercul. Entdek. üiZ

machet/ und kan sie auch nicht gemachet haben. AlleNeueren, vom Michel Angelo bis izo haben sichkeinen Begrif von einer schönen Hand machen kön-nen; und da das Schwülstige einer der vornehmstenCharakterzüge des neuen StylS ist / so sind sie allein diesen Fehler verfalle«/ der die schon übel ver-standene Gratie noch mehr entstellet. Die neuerenHände sind gemeiniglich zu geschwollen/ und die Glie-der der Finger unterscheiden sich durch drei Erhöhun-gen/ indem sie in drei krummen Linien zu- undabnehmen. Ferner sind die Grübchen auf den Ge-lenken der Finger oder der Hand zu sichtbar/ undin Form eines Nabels gemachet/ welches die Altennicht thaten/ oder man fühlet sie nur beim Angreifen;wenigstens fallen sie nicht in die Augen. Fernersind die Nägel mehr convex. Ich wandte mich hier-auf zum Köpft/ und sagete ihm/ der könne nichtmodern sein/ wegen des Nasenbeins/ welches in jnn-gen und weiblichen Köpfen niemals in die Augenfallend gearbeitet worden. Mit einem Worte, sageteich/ da ich die vier weiblichen Figuren des MichelAngelo zu Florenz noch nicht gesehen habe/ so wol-len wir einen Vergleich zwischen diesem Kopf unddem besten unter den neueren/ die in Rom sind/ an-stellen. Welchen halten Sie dafür? Den/ welchentzhr so hoch erhebet/ und der die Gerechtigkeit andem Denkmale Pauls III, vorstellet / 1,) und denGuglielmo della Porta unter den Augen sei-nes Lehrers MichelAngelo gemachet hat. Welchein armseliger Umriß! welches elende Relief! wasfür eine gemeine Ziererei! welche übel verstandeneEleganz!

s. -5 t. Verzeihen Sie so vieles Geschwäz. Die, Strenge und Genauigkeit des didaktischen Styls/ des-

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