Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
59
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neuest, hercul. Emdek.

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.'Nachrichten von den Bildsäulen von Vronzczu Herculanum.Z

§. 22. Die herculanischcn Figuren vonBronze und die Brustbilder sind theils mittelmä-ßig/ theils schlecht/ wie z. E. die k a i se r l ich e n Bildsäu-len in mehr als Lebensgröße/ und geben uns keinen Be-grif/ daß die alten Bildhauer eben so geschikt inBrowze als in Marmor hätten arbeiten können. Diebeiden großeten Werke in Bronze zu Rom sind deSMarcu^ AureliuS Bildsäule zu Pferde auf demP la^e >ix s Campidogliv/ und des Septimius Ge-ll eruS Bildsäule zu Fuß/ in der b ar b eri n i sche nGalerie. Jene bat viele Fehler/ die vielleicht daherrühren/ daß sie durch die Länge der Zeit/ oder durchdie Ruinen/ Schaden gelitten hat/ oder weil dieKunst in jenem Jahrhunderte schon gesunken war.Die leztere zeiget den Verfall der Künste in jenerZeit/ ohngeachtet die Arbeit daran viel vorzüglicherist/ als an dem Triumphbogen des nämlichen Kaisersam Fuße des Capitals. Plinius bezeuget/ daß dieKunst/ Bildsäulen in Bronze zu gießen/ zu den Zei-ten des Nero ganz verloren gewesen:^) sie mußalso unter Hadrians Regirung wieder hergestelletworden sein. Pausanius/ wen er von einerBildsäule des Jupiters in Bronze redet/die einSchüler des DipönuS und des SkylliS/ der äl-testen und frühesten Bildhauer/ verfertiget hat/ saget,daß sie aus vielen mit Nägeln zusammen befe-stigeten Stuten bestand. Aber alle herculanischcn

j) süber diese viel bestrittene Stelle des Plinius eineErklärung im Sendschreiben §. 5Z. und in denNachrichten §, 7S.12) I.. z. c, l?, 5.6. wo der Kiinstlcv^L earch u s genantwird. Daßdors.