Brivfe üb. b.
knieet mit dem rechten Fuße vor einer mit einem ho-hen Haarputze/ genant/ geziereten tragischenMaske/ die auf einem Postamente stehet. Die Fi- ^gur/ die mit einem Pinsel aus den obern Theil die-ses FußgestclleS schreibet/ scheinet mir die tragischeMuse Melpomene zu sein; sie schreibet vermuth-lich den Namen eines Trauerspieles ; man siehet abernur einige Züge von Buchstaben. Ihre linke Schul-ter ist entblößet/ und das Gewand gelb. Ihre Haaresind auf dem Wirbel zusammengebunden/ welches dieJungfrauen von den verehelichten Personenunterschied/ die ihre Haare allezeit im Naken zusam-menbanden. Die Larve stehet gleichsam in einemKästchen/ dessen Seitcnwändc einen KarnieS habe»/und das mit einem blauen Tuche überdeket ist. Her-untcrwärtS hangen weisse Bänder mit zwei Schnü-ren am Ende derselben. Hinter dem Postamentestehet ein Man auf einen Spieß gestuzet. Der tra-gische Dichter richtet sein Gesicht gegen die schrei- >bende Muse.^)
Z. 2i. Das dritte Gemälde stellet zwei naktemänliche Figuren und ein Pferd vor. Die erstesizende Figur zeiget das Gesicht von vorne/ und schei-net den Achilles vorzustellen/ der ein feuriges undstolzes Ansehen hat/ und auf die Erzählung der an-dern Figur aufmerksam ist. Der Siz des Stuhlesist mit einem rothen Tuche bekleidet/ das sich für
Dieses Gemälde wurde von der herculanischen Akademieim 4 Theile der herculanischen Gemälde, Tafel/ll, abgebildet, und sie halten den tragischen Dichtersnr den Äschhlus. Aber Winckelman, in seinenDenkmalen, (Z Th. 5 K. Num.) bestreiket dieseBehauptung; er nimt seine Gründe von den Haarenher, welche dem Äsch»lns sehleten, und von dem Bar-