Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

ncucft. hercul. Entdek. 66

Kin auf die rechte Hand stüzet. Der Fuß der ande-ren ruhet/ zum Zeichen ihrer Würde/ auf einemSchemel. Gleich neben ihr stehet eine sehr schöneFigur/ deren Gesicht man ganz siehet/ die sich ihrenHaarpuz ordnen lässet/ und die linke Hand auf derBrust liefen hat; die rechte hänget herunter/ und istin der Stellung/ als ob sie auf einem Clavier spie-len wollte. Ihr weisseS Kleid hat enge Ärmel/ diebis auf die Knöchel der Hand reichen. Der Mantelist violett/ mit einem daumenbreiten gestikten Rande.Die weibliche Figur/ die mit dem Haarpuze be-schäftiget ist/ und etwas höher stehet/ ist in'S Profilgewendet/ doch sv/ daß man die Augenbraunen desanderen Auges sehen kan. Die Aufmerksamkeit aufihre Beschäftigung siehet man an ihren Augen und anihren geschlossenen Lipen. Zu den Füßen stehet eindreibeiniges Tischlein; auf dem zierlich gesimsetenTischblatte stehet ein weisses Kästlein mit Lorbeer-blättern/ und neben solchem erbliket man eine vio-lette Kopfbinde/ vermuthlich um nach vollendetemHaarpuze den Kopf der andern weiblichen Figur da-mit zu schmüken. Unter dem Tischlein stehet einschönes großes Gefäß von Glas/ wie man aus derFarbe und Durchsichtigkeit vermuthen kan.

ß. 20. Das zweite Gemälde stellet einen tragi-schen Dichter ohne Bart vor/ sizcnd/ in einem weis-sen Gewände mit engen Ärmeln/ die bis an die Knö-chel der Hand reichen. Unter der Brust wird dasKleid mit einem gelben / eines kleinen Fingersbreiten Gürtel zusammengehalten. In der rechtenHand hält er eine Lanze in die Höbe; in der linkenhat er das psi-A-onium, oder das kurze Schwert/ dasquer über die Hüften hänget/ die mit einem herab-hangenden röthlichen Gewände/ das den Siz bedeket/bekleidet sind. Das Gehänge des Degens ist grün.Eine weibliche Figur kehret ihm den Rüken zu/ und