Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
50
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Briefe üb. d.

sicherte. Man konte die Farbe des Grundes wegwi-schen/ wen man blos mit den Fingern daran rieb.Die Erkaltung hing hauptsächlich von dem Überzügeab/ den die Alten auf ihren Gemälden mit vielerKunst und Mühe anzubringen wußten. Überhaupt zureden/ kan man von den Antiquaren in Ansehungveralten Gemälde wenig Belehrung erlangen: zumBeweise dienet/ daß verschiedene Betrüger alte Ge-mälde um einen Tagelohn nachmachen. Als ich inNom ankam/ war die gewöhnliche Unterhaltung eini-ger Antiquare von verschiedenen hier und dort gefun-denen alten Gemälden/ welche die Jesuiten an sich ge-kaufet hatten. Der Aufseher des kircherischen Mu-seums / Pater Contucci/ zeigete sie mir aus be-sonderer Gefälligkeit. Unter andern isi daselbst einGemälde/ das den EpaminondaS vorstellet/ wieer verwundet vom Schlachtfelde getragen wird. DieScene ist auf eine schrekliche Art vorgestellet. Epa-minondaS/ der damals nicht viel über vierzig Jahrealt/ und noch in den Jahren war/ daß ihn zweiberühmte Amasien liebeten/ siehet aus wie ein Geripe/und ist eine lange ausgezehrete Figur im Style desGiotto und noch schreklicher als ein sterbender Chri-stus von Carravaggio. Er wird von Soldatengetragen/ die über und über mit alten eisernen Rü-stungen bekleidet sind/ wie solche im dreizehntenJahrhunderte gebräuchlich waren. Auf dem Armedes einen stehet ein Zeichen/ das dem arithmetischenZeichen eines gewissen chinesischen Kaisers ähnlich siehet/ungefähr in folgender Gestalt. Ferner ist vorhan-den der Tod Virginias/ und ihr Vater hat denArm mit den nämlichen Charakteren bezeichnet. Einanderes stellet ein Gefecht mit Thieren in einem Am-

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t) sWie MM auf der diesem Bande angehängtenbildung unter Numevo S sehen kaii.Z