Briefe üb. d.
Theil der herculanischen Gemälde/ die inPr »spec-iell/Landschaften/ Hase»/ Häusern u. dergl.bestehen/ römische Arbeit. Der griechische Geschmakwar überdies zu harmonisch/ um die schlechten ar-chitektonischen Vorstellungen zu machen/ welche sich oh-ne Regeln und Proportion aufdiesen Gemälden finden.Aber schon unter dem Augustus fing das' ausschwei-fende Jahrhundert an/ und riß der verdorbene Ge-schmak ein/ wie ich in meiner Geschichte derKunst davon Beweise angeführet habe. Fast allenoch stehende Gebäude aus Äugusti Zeiten sind un-harmonisch. An dem Triumphbogen zu Nimini istkein Verhältniß zwischen den Säulen und der Breitedes BogenS: und der dem A ugustus' und der Romagewcihete Tempel zu Milasso^) hat am Vordertheiledorische Säulen/ und an der Seite ionische mitverzierten Basen/ d'ie Kapitälen ähnlich sehen; wel-ches die alten Griechen nie im Gebrauche gehabt haben.Von den Säulen und den Nrchitraven in der Ro-tunda will ich hier gar nichts erwähnen. Indemgroßen Gemälde von der G eb n rt deS T e l ep h u sfindet man in der That keinen griechischen Styl.Herkules hat eine unedle und bäurische Gesichts-bildung/ und siehet keinem griechischen Herkul es
i» der Arbeit des Vnlcans, auf dem Schilde Achillsbeim Homer, finde» (llio-l. I. ig, v. 47S, sec,,), woErde und Meer, Himmel, Sonne, Mond und Sterne,und Menschen, die sich bekriegen, akern, tanzen, Hoch-ieit halte», Herden Waiden, und mit einander Streit ha-ben, dargestellt waren. Fea.
1) Pocockes Reisen sVol, 2. p. 2.) im englischen Ori-.ginal, wo dieser Temvel aus der 55 Kuvsertasel, S. 61vorgestellt ist. In der deutschen windh ei mi scheuÜbersezung ist es Th. Z. S. so. Daßdors.
2) kitture llürcolano, t. >. wv. 6.