Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
45
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neuest, hercul. Emdek.

(Nachricht von den herculani scheu Gemälden.)

K. 15. ES wäre von großer Wichtigkeit/ zu wissen/ob die herculanischen Gemälde / wenigstens diegrößte»/ von g r i e ch i sch e n oder rö >nischen Meisterngemachet worden. Wen man den Grundriß aller un-terirdischen gegrabenen Gänge hätte/ und andereUmstände damit vereiniget,:/ so könte man vielleichteinige wahrscheinliche Muthmaßungen wagen. Was' aberdas Sehen diese» Grundrisses anlanget/ so sind allenieine Bemühungen fruchtlos gewesen. WieeinMedu«scnschild wird einem sogleich und bei allen Gelegen«heiten das Verbot Seiner Majestät vorgehalten.Während meines Aufenthaltes in Portici entdeketeman das Fragment einer kleinen halben Figur/ miteinem reizenden Gewände voll zierlicher Falten. AmKopfe stand der verstümmelte Name: mvv, >)Diese kleine Figur ist den schönsten im Museo gleich/und wen ich nicht irre/ ist ste von der Hand einesrömischen MalerS/ uud viele andere können eS gleich-falls sein. Aus dem PliniuS weiß man auch/ daßder Maler Lu d i u S zu des Au g ustuSZeiten der erstewar/ der La n dscha ft eii/ .Prospecte n. s. w. maletezden die Griechen liebeten die Vorstellungen unbeleb-ter Gegenstände nicht. Folglich ist der größeste

Findet sich in den pitlure «I'ürr»!. t. g. p. 2ZI, F e a.

2) Plinius irret, wen er den Lndins für den E r si n d erdieser Art von Malerei hält; oder man muß ihn so ver-stehen/ daß derselbe sie zuerst in Rom eingesühret hat,wie aus dem Vi tr u vi u s erhellet. Bei den Griechen wardiese Art von Malerei seit Platos Zeiten, also Z00und mehr Jahre vor dem Ludius, im Gehrauche, wel-cher ihrer im Kritias (piinc. op. t. Z. 107. c.) er-wähnt. Er sagt daselbst' .> Land und Gedirae uud Flüsse„ und Wälder, ja den ganzen Himmel uud was an ihm„ besteht oder sich bewegt, wagen sie zu malen. " Einviel älteres Beispiel von ähnlichen Darstellungen kan man