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Briefe üb. d.
sich an einer oberflächlichen Kentniß begnügen. <)Kamine scheinen nicht gebräuchlich gewesen zu sein,und viele Entdekungen bekräftigen dasjenige/was manans VitruvS Stillschweigen über die Bauart eineruns heut zu Tage so unentbehrlich gewordenen Bequem-lichkeit muthmafien kan. Die wohlhabenden Leute unterden Alten waren aber, ohne Kamine, bei einem blo-ßen Feuerbeken besser wider die Kälte verwahret, alswir. 2) Ihre Ösen, welche von denen, die davon
t) Dasselbe koilte man auch dem Salmafius vorwerfen,welcher am genaliten Orte den h. Hieroninnus ausdieselbe Weise anfuhrt. Fea.
2) Über die Streitsrage: ob die Alten Kamine gehabtoder nicht, ist bereits von Gelehrten und Baumeisternso viel geschrieben worden, ohne etwas Gewisses darüberauszumachen, daß es überflüssig scheint, hier aufs neue da-von zu sprechen. Der Pater Benedetti, in seinemCommentar über die A n l u l a r i a desPlautus >
»6v. g.) verbreitet sich weitläustig darüber, und nach,dem er die verschiedenen Gründe, welche moderne Schrift-steller für und wider den Gebrauch derselben beigebrachthaben, geprüft, und die Stellen der Alte», welche sü rden Gebrauch derselben sprechen, nach seiner Weise er-klärt hat: glaubt er behaupten zn können, daß die Be-wohner des obern Stvkes, oder solcher Häuser, die nureinen Stok hatten, den Ranch durch das Dach, oderdurch den Gipfel desselben hinaus ließen; die hingegen,welche im untern Stoke wohnten, ihn aus einem in derHohe des Zimmers angebrachten Fenster, oder durch eiueSfnung der Mauer entließen, oder daß sie eigens eineKammer hielten, in welcher der Rauch sich sammeln unddaii zerstreuen konte; daß endlich die Edlen und Reichensich der üsen (stufe) und Feuerbeken bedient und in üfenHolz gebraut haben. Seine Gründe, den Gebrauch derKamine zn läugnen, sind theils, daß die Reichen undVornehmen nicht so viel für die üsen (swl^) würden >aufgewandt haben, wen Kamine üblich gewesen wären;serner, weil Nitruvius und kein anderer alter Schriftstel-