Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
34
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Briefe üb. d.

§. ^3. Alle Altertumsforscher verneinen solcheseinstimmig. Zu Portici habe ich aber unter andernalten Bruchstiiken grofie Stükc Glas in Tafeln oderin Scheiben gesehen/ die vielleicht zu Fenstern ge-dienet haben.

K. ^l-^. Daß die GlaSmacherknnst bei den Rö-mern ganz gemein / und das GlaS in sehr niedrigemPreise war/ beweisen eine Menge Flaschen zu ver-schiedenem Gebrauche. Die Ölflaschen sind auf dienämliche Art gemachet/ wie diejenigen/ worin dasProvenceröl versandt wird. ES ward mir einmalvon einem römischen Gelehrten eine Stelle aus des

tlieol. pliilol. etc. t, 2. p. gZ>>) Fca.

t) Es ist ein lateinischer Vries des I) Kixonii ^ngliI »I ko>lulpl,i»un> VxnuU elc. Vorhände»/ der im Lior-null? <Io' !n»i!>l> 17Z1Z, p. >6Z> aus's »eue abge-drukt steht/ nnd ein kurzer Auszug einer Dissertationdesselben: I)e lakuiiN!, Ckinliicli viti'i c I 'uclei'i-

I>UZ llvroul^ncis essos^iü, ist, welche in den Verhand-lungen der Gesellschaft der Altertümer zu London eingc-rükt worden. Dieser Bries ist den Zl Juli l75? ge-schrieben/ und den l6 August 17Z8 schrieb Winckel-maii den vorliegenden Bries. Aber im Jahre 1772fand man in einem aufgegrabenen Hause zu Poniveü',an der Mittagseite desselben in einer Mauer/ ein etwadrei Palm hohes vierekiges Fenster von sehr gutem Gla-se, das aus mehreren vierekigen Scheibe»/ jede ungefähreinen Palm groß, zusammengcsezt war/ aber nicht aus»nfere gewöhnliche Art mit Blei/ fondern auf englischeWeise; den die Scheiben waren hinlänglich dik undhatten eine vollkommene Krystakklarheit, Diese Glas-scheiben waren bis auf zwei ganz geblieben/ wahrschein-lich weil der Regen von kleinen Steinchen senkrecht ge-fallen war. Blos die Einfassung von Holz hatte sichgänzlich verzehrt und in Erde verwandelt. Diefe Nach-richt theilte der Abate D. Mattia Zarillo/ Mit-glied der herculanischen Akademie, einem Freunde desAbate Fea mit. Fernow.