neuest, hercul. Entdek.
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sie war/ daß die Bauart dcr Fenster eben so beschaf-fen ist/ wie in den Arbeitsstuben der Maler undBildhauer/ die es nöthig haben/ daß das Licht vonoben hereinfallt.
K. Fenster/ die in einer solchen Höhe ange-bracht waren/ macheten es sehr beschwerlich / eineplözliche Neugierde zu befriedigen/ (doch/ was redeich von den Fenstern in der mehrern Zahl/ da injedem Zimmer nur eines war!) und wen man hinaussehen wollte/ so mußte man/ wie die Kazen/ hinauf-klettern.^) Überdies waren die Fenster mehr vier-ckig als läng licht/ wie man auf alten Gemälden fle-het/ auf solchen nämlich/ welche Paläste und Tem-pel vorstellen; ^) einige waren überdies von aussen
t) Nach dcm Geseze des Kaisers Zeno, welches im Co-der des Justinian (lit. ,i<? s?<Iif. xriv, Icß. >2.) sieht,macktc man in Constantinopel zweierlei Art Fen-ster in den Häusern; eine, sechs griechische Fuß überdas Pflaster, die andere kaum so hoch, daß einer, deram Fenster saß, dcr Aussicht desselben genieße» konte. Diesgeschah, um den Nachbarn nicht lästig zu sein, und umdie Aussicht aus daS Meer zu genießen, welche in jenerStadt so großen Reiz hat. Dieser Gebrauch wurdenachher vom Kaiser Justini an, in dem lezten Gesezejenes Titels, aus das ganze römische Reich ausgedehnt;besonders wurde es in Neapel eingeführt und unter dieGebräuche dieser Stadt ausgenommen, im ut. 21. §.5. Vki wie der Ritter Niccolo Carletti in
seiner Auslegung und Erklärung jenes Gesezes <p, gi<!t p. 110, 5eci'1 gezeigt hat. ilbcr diese Unterschei-dung der Fenster in erhellende und v ersp e cti vi sch e,die auch zuweilen in Rom und anderswo üblich waren, kailman die Schriftsteller nachsehen, welche der Pater Be-nedetti in feinem Commentar über die Aulularia desPlautus (-»liiuaäv. g, x, 22.) anführt. F ea.
2) Man kaii diefes wohl nicht als allgemeine Regel anneh-men. Die Fenster der alte» Kirche» unb Basiliken i»