Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
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Briefe üb. d.

und die Zweifel aufzulösen/ die Sie in Betref desuwKiUcii!. der herculanischen Handschriften auswerfen;den die Bibliothek des Cardinals Archint»/ die ^sonst ganz reichlich versehen ist/ hat einen großenMangel an alten Autoren. Aber/ wie mir dünket/lind Gemälde/ die alte Handschriften vorstellen/bessere Beweise/ als alle Nachrichten unserer Zei-ten/ die von jenen zu weit entfernet lind. Ich willmeine Meinung in Ansehung des d o p e lt e n umbilicus,der durch die beiden Röhren/ auf die der Anfangund das Ende der Handschrift gewikelt ward/ ent-stehet/ nicht hartnäkig verfechten/ ungeachtet diealten Gemälde solches einigermaßen wahrscheinlichmachen. Erzeigen Sie mir aber doch den Ge-fallen/ und belehren Sie mich/ wo Sie die Nach-richt hergenommen haben/ daß die Handschriften mitKnöpfchen sollten sein zugemachet worden. Ich stellemir darunter solche Knöpfchen vor, wie man anden alten italiänischen Banden findet; es könte abersein/ daß Sie sich hierunter eine andere Vorstellungmacheten. Ln verschiedenen Gemälden mit alten

j) Im vorhergehenden ersten Abschnitte §> 5. hat Winckel-nian richtiger gesagt, daß unter umliilicus duplei dieHeiden Ende» des Rohres oder Stäbchens zu verlwlie» seien, an welche eine Art von Knovs geheftet wurde,der einem Nabel gleichen koüte. Ausser den verschiede,nen Schriftstellern, welche Winetelman i» dem Send-schreiben anführt, scheint von diesen Rohren oderStäbchen, oder wenigstens von eine »i derselben mit se i>»en Knöpfen, auch Sidonius (>>ö> episl.uli.) zu spwchen, wo es heißt: I^eract!» promissio est; xorilia tuz,si coactni'iliii in memliranas in5piciat lituloruni,

Martorelli hat den uwl>ilicuz nicht gesehen.

F e a.