Briefe üb. d.
»er andern (mit dem umgekehrten <); aber die Linie/die an dem ^ vorgehet/ machet den Unterschied/und gibt ihm ein neueres Ansehen. In vielen la-teinischen Inschriften von Hercnlanum/ (dengriechische aufMarmor hat man nicht gefunden/)ist die Schrift von einer neuern Form/ die von derSchrift aus der Zeit der ersten Kaiser abweichet/besonders aus zwei großen Marmortafeln/ welcheNamen von Freigelassenen enthalten. DieseInschriften geben keine sichere Anzeige der Zeit / inwelcher sie können gemachet worden sein. Ich halteaber dafür/ daß sie nicht älter sind/ als die Schriftanzeiget: den die Gegend am Fuße des Vesuv ist erstnach der Verschüttung von Herculanum verwü-stet worden. Dieses erhellet aus späteren Münzen/und besonders aus einer goldenen des HadrianuS/die in den Ruinen des HercnlanumS gefunden wor-den; wie auch aus einer andern Inschrift/ die be-reits Fabretti bekant gemachet hat/2) und die ei-ne Nachricht von i?x, auSgc-grabenen Bildsäulen enthält/ die zur Auszie-rung der Bäder des Kaisers SeveruS gebrauchetworden; durch welche verborgene Örter ich bei-nahe nichts anderes als die verschütteten StädteHercnlanum/ Resina/ Stabiä/ Pompeji/verstanden glaube. Diese Marmortafel ist von Poz-zuoli nach Portici gebracht worden. Auch auf dem
j) sEbendas. Numero Z.)
2) Inscr, c. /,. n, x. 2gl>.
ZZ Winckelman wiederholt diese Notiz in dem Send«schreiben über die herculanischen Entdekuwgen, §. 26. und er hat sie mit Anwendung der Jn>schrist aus des Martorelli Werk (I. c. x. ZZ,) genom-men. Dieser fand die Inschrift bei einem Steinmezin Neapel, der sie aus Fregnano Piccolo, einem