Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
11
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neuest, hcrcul. Emdek. 11

am Ende derselben lesen / das Gelesene immer wie-der um das Nohr wikeln. Ich sage, es ist wahr-scheinlich/ weil das äussere Rohr sich an keiner» Handschrift erhalten hat; sogar die äussere Deke der-selben hat allezeit gelitten. Diese Muthmaßung istans zwei alte herculanische Gemälde gegründet/ wel-che Handschriften vorstellen/ die von beiden Seitenaufgewikclt/ und in der Mitte abgewikelt und offensind: sie mußten also zwei Rohre haben. Ein an-deres Gemälde stellet die Muse Klio mit einer Rollein der Hand vor/ auf welcher ihr Name stehet. X/VLlsidie auf die nämliche Art gewikelt ist;^)und überdies kan man auch/ wie ich muthmaße/eben sv wie bei den obigen/ die Höhlungen beiderRöhren sehen.

§. ä. Hierzu komt noch/ daß der Inhalt oderTitel des Werkes sich am Ende bemerket findet/ wel-ches die drei bisher entwikelten gezeiget haben. Die^ Absicht war/ wie ich glaube/ daß der Leser bequemden Titel des Werkes fände/ die Handschrift mochtevon der einen oder der andern Seite aufgewikeltsein. Wen ver Titel nicht am Ende wiederholtworden wäre/ so hätte man Mühe gehabt/ den Na-men des Verfassers zu errathe»/ da der Titel überdem Anfange des Werkes verloren gegangen war.

° Auch ist anzumerken / daß der Titel ganz nahe amEnde eines Buches / mit den nämlichen Buchsta-ben als der Text/ geschrieben, und ein wenig wei-ter herunter mit größerer Schrift wiederholetist. Am Ende der Abhandlung über die Tonkunstliefet man mit kleiner nnd größerer Schrift:

>) pidturo il'IZrcoluno, t. 2, 1.2. Eine ähnliche Rolle halteine weibliche Figur aus einem erhobenen Bildwerke in» der Villa Albani. Fea.

L Man sehe die Abbildung Numero