Briefe an V i a n c o n i,
Kurfürstlich sächsischen Hofrath und Residentenam päbstlichen Hofe.
(Nachrichten von den alten Handschristen, die
sich in dem königlichen Museum zu Porticibefinden,)
§. Aus den Ruinen vonHereulanum sindmehr als achthundert alte Handschriften hervor-gezogen worden/^) die man alle in einem kleinenZimmer eines Landhauses'/ unter dem Garten derbar-fnßer Augustiner zu Portici/ gefunden hat. In diesemZimmer befinden sich ringsherum Schränke/ von einwenig mehr als ManneShöhe/ um die Schriften be-quem heraus nehmen zu können; und in der Mittetheilte das Zimmer eine Reihe Schränke von der nämli-chen Höhe/ wobei auf beiden Seiten ein freier Ganggeblieben war. Die Handschriften haben beinahedas Ansehen von Schmiedekohlen; aber nur we-nige sind rund; der größte Theil derselben ist mehroder weniger platt gedrnket; viele sind runzelichtund krnm gebogen wie Ziegenhörner. Ihre ge-wöhnliche Länge beträget einen Palm. Die Dike istverschieden; einige darunter aber sind nur einen hal-ben Palm lang. An beiden äussere» Ende»/ 'die ver-steinertem Holze gleichen/ siehet man/ wie die Hand-schriften über einander gewikelt sind. Aber manmuß sich hier mit dem PhädruS beklagvn:
— — — sccl salo iovicko
ut ajuni., tiicSÄinc, iQvcnimus. 2)
i) Martorelli (60 reg. t, 1. x. 40,) sagt
sechshundert. Fea.
?.) 1^. 2, kad. ö. v. 2 — L.