Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
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Briefe üb. d.

§. 2. Je mehr die Rollen von gleicher Schwär-ze/ und je mehr sie denSchmiedekohlen ähnlichsind/ desio leichter können sie anfgewikelt werden:wo sich aberFlcken zeigen/ die kastanienbraunaussehen / da ist eS ein Zeichen/ daß sie von der unterir-dischen Feuchtigkeit gelitten habe» / und halb vermodertsind. Ich bemerkte an der Nolle/ die mau eben aufzuwi-kcln bemühet war/ daß sich eine Ader von schwarzer Er-de hindurchgczogeu hatte/ die vermuthlich vermittelstder Feuchtigkeit hineingedrungen war. Die Materieder Schriftrollen bestehet aus Papyrus oder ägyp-tischem Schilfe/ das' überaus zart und dün ist/von den Griechen genennet wird/ und seiner Dün-ne wegen nur auseiner Seite beschrieben ist. In ver-schiedenen Bibliotheken findet man ganze Rollen vonSchilf. Hn der vatikanischen Bibliothek, und indem Archive der Theatiner zu S. Apostoli in Nea-pel habe ich einige Blätter mit Uncial - und Cur-sivbuchstaben gesehen; da aber das Schilf dik ist/ soscheinet eS kein ägyptisches/ sondern von der Artzusein/ das an andern Orten/ alS/ nach derAuSsagedes PliniuS/l) znRavenna wuchs. Drei Rollensind entwikelt; die erste handelt von derTonkunst/die zweite von der Redekunst/ und die drittevitiis et virtutikus. Die zweite ist das zweiteBuch einer ganzen Abhandlung; und die dritte ent-hält das dritte Buch des obgenanten Werkes. Hndiesen drei auf einander folgenden Rollen findensich die Arbeiten eines und desselben Verfassers/ näm-lich des PbilodcmnS/ eines epikurischen Philoso-phen und Zeitgenossen des Cicero/ dessen Fa-

1) Pl intus (I, >6. c> Z^.sect, 7»,) svricht von dem üdrpus, unddessen verschiedenem Gebrauche/ sagt aber nichts das> der-selbe zum Schreibe» gedienet. Fea. ^

2) Cicero »eilt ihn, (<te I'wik. I. 2. c. ull.) wo es heißt: