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2 (1908) Vom Untergang der Hohenstauffen bis zur Mitte des vierzehnten Jahrhunderts
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Das Bündnis, das Bischof Iring mit Kraft und Konrad vonHohenlohe nn ^)uni ^265 geschlossen hatte, war ebenso wie gegen dieBürger von Würzburg gege n die Grafen von Henneberg gerichtetgewesen, und auch die Tatsache, daß Graf Hermann von Hennebergnicht wie die andern Großen des Herzogtums Franken bei der Ver-mittlung des Friedensschlusses zwischen Bischof und Stadt anwesendwar, läßt uns schließen, daß er damals nicht in friedlichem Verhältniszu dem Bischof stand. Schon Bischof Hermann von Lobdeburg hattesich seinerzeit des Grafen kaum zu erwehren gewußt. Nach dem Todedes Gegenkönigs Heinrich Raspe im Jahr ^2^7 hatte die Kurie denPlan gefaßt, seinen Neffen, eben den reichen Grafen Hermann, derauch den Beinamen von Strauf führte, mit der Erbin des HerzogtumsÖsterreich, der Königin Margarete, zu vermählen und ihn zum Gegen-könig erheben zu lassen; der Plan scheiterte aber am Widerspruch desBischofs von Würzburg. Der Graf verzichtete aus den deutschenKönigsthron zugunsten des Grafen Wilhelm von Holland, der nundie Freundschaft mit ihm fester zu knüpfen suchte, indem er ihm seineSchwester Margarete zur Gemahlin gab.^) Auch in der Zeit desBischofs Iring dauerten die Streitigkeiten weiter; im Jahr ^253 kames zu wiederholten Verträgen zwischen dem Bischof und den Henne-bergischen Grafen. Nun war längst schon Albrecht von Hohenlohe,der älteste Sohn Gottfrieds, mit den Hennebergern in heftigen Zwistgeraten, und zwar wegen der INitgist seiner Gemahlin Kunigunde,mit der er sich um das Jahr ^2^0 vermählt hatte. Kunigunde wardie Tochter des im Jahr ^2^5 gestorbenen Grafen Poppo vonHenneberg nnd Schwester der Grafen Heinrich und Hermann sowiedes Würzburger Domherrn Bertold; sie war aber ^233 bereits ausdem Leben geschieden.^) Das freundliche Verhältnis der Hohenlohezu den Hennebergischen Verwandten dürfte schon dadurch gelitten haben,daß diese in den Kämpfen der Kurie mit den Hohenstaufen besonderseifrige Parteigänger des Papstes und der Gegenkönige waren. Nunbelehnte im Januar ^252 König Wilhelm seinen Schwager, den

mal höher annimmt als heute, einem Geldwert von H5o Reichsmark; Markwürden also etwa 855 000 Reichsmark entsprechen.

Vgl-Fiißlein, Hermann I, Graf von Henneberg ^22-5—^290) nnd derAufschwung der hennebergischen Politik. I8Y7. S. 59 ff.

Urk.B. Rr. 27^: clileetissims »ostre eoninKis LunöAUinlis in,ir> ^Ivkmieto.