Druckschrift 
2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen
 

ko wird er antreffen einen edlen reichen Mann / der einesehrlichen Namens ifi / wegen deß guten Geruchs vnndFruchtbarkeit dessen Baums.

Träumt jhm / wie er Blatter abbreche / so wird er voneinem solchen ehrlichen Manne zimlich Retchthumb miteinem guten Manien erlangen.

Hat er Granatapffel abgebrochen / so wird er einenSohn zeugen/ dadurch sein Geschlecht geadelt vnd reichwerden wird.

Traumtjhm / wie der Granatapffel faul worden/ sowird seinem Sohn ein Vnfali widerfahren.

Träumt einem / wie er auff einen Granatbaum gestie-gen /so wird er durch einen gewaltigen Mann / der einesgrossen Namens ist/ erhöhet werden: Träumt jhm aber/wie ex von demselben Baum gefallen sey / odersich an sei,ner Dörner vnd Stacheln einen verwundet / so wird erdesselben Mannes Gui.st verlieren vnd geplagt werden.

DasLXL. Capitel.

/?S kam einer zu dem TraumdemerSereimo in beyseyn^ vier andern / vnd fraget jhn also: , ir hat getraumet/Von dem wie ich einen Bncochenbaum hlnansteig/vndvon dessel-Baum denBaumsFruchtaß,DarauffantwortetSereimuö:ErBricscbon würde von einer frommen vnd reichen Person Wolfahrteine frage, vnd E urchat haben.

Nach etlichen vielen Tagen kam ein andere zu diesemSereims/ in beysem der vorigen Persohnen/ vnd bracht«den diese Frage für. Dem gabSereimus zur Antwort:Du wirst Trübsal vnd Angst haben. Die so dabey fassen/wüsten nicht was sie gedencken sollen / daß der Traum-Heuter einerley ^raum widerwärtiger weise außlegte.DarauffgabSereimuS zurAntwot:Der erste fragte michZur Zeit da die Früchte deß obgemelten Bricochenbaumsrelsfwarcn: Der ander fragte mich zur Zeit deß Herbsts /der Vrsachen halben gab jhm eine widersinnige Antwort.And da man nach fragte / iraffdje ^ußlegung mit bey-de» eu^

Dasexdi. Capitel.

^<Lle Aepffel oder Früchte der Bäume / die gelbe Far-^be geben / bedeuten Schwachheit/ ohn allein die xl j-Von alier- tronen / die bedeuten Zeugung der Kinder/vnd Freudenley Frnck' Dann dieser Baum hat an semer Farbe keinen Tadel oder

reu der Mangel.

Baume / 2tlle Acpffel oder Früchte der Baume die sauer sind/ be-VndWein- deuten Trübsal vnd Vekümmernnß.reben der Wann einem träumt/ wie erAepffel aufflese / die gelbePersianer Citronenf 'rbe haben / so wird erm eine geringe Kranck-Außle^ Herr fallen: Hat er dieselben gessen /daS bedeut jhme einegung. harte vnd schwere Rranckhelt / nach dem sie hoch gel-be gewe ' .t: Hat er sie einem andern geben/so wird er den-selben plag n / vnnd wird darneben in eine ^ranckheitfallen.

In »vmnma m allen ?äumenbedeutetes ^lückvndetwas gureS^ ' o einem traumt/wie er derselben Fruchteabbreche / abgenommen / so die Frischte Citronenfarbehaben

Wann einem träumt/ wie er im Herbst die Früchte de;Vaume abbreche / solches bedeut Elend vnd Betrübnuß.Die Früchte der äumefoReichthumb bedeuten/so dieFrüchte lang wehren/vnd schöner vnd wehrhafftiger sind/bedenken sie auch desto besser Reichrhumb.

Eine schwartze Weintraube bedeutet zur Zeit deßHerbsts/wenn man Wein lieset/vollkommenePlage vndMarter von der Obrigkeit/ da dargegen die weisse Trau-be eine geringe Plage bedeutet.

So man aber ausserhalb deß Herbsts/ Trauben imTraum sihet/so bedeuten sie Reichthum!) vnd Gewinn.

Wann einem träumt / wie er zugleich schwartze vnndweisse Trauben abbreche / das bedeutet Reichthum!)Bricht er aber allem weisse Trauben ab / das ist nochbesser. ,

Wann einem träumt / wie er von einem WeinstockTrauben abbreche / dieselbe zu essen/ so wird er von einemWeibe Reichthum!) haben : bricht er sie aber abe /Wem darauß zu machen/ so wird er sich vnterstehen Ge-walt zu haben/aber es wird jhm nit nach semem Wunschgehen«

Wann einem träumt / wie seine Weinrebe vnfrucht-bar sey/ so wird er em vnfruchtbar Weib nehmen.

Wann einem tranmt / wie er seinen eigenen Stocksampt derWurtzelaußrotte / sowlcd er in groß Elendgerathen / vnd durch den L odt von semem Weibe ge-

Traillnbllch.

schieden werden Ist aber der Weinstocknicht fein/ sswird er mit -inem frembden Weibe über dem Ehebruchergriffen vnd geplagt werden.

Die Baume-so nicht dickeStämme oder Schaffte ha-ben/bedmten schlechteLeute/also ist es auch mit denFrüch-ten zu verstehen.

Dasexciri. Capitel.

HAEnn einem träumt / wie er ein Kürbisgewächse Von Kür-^finde/ so wird er antreffen einen Mann/ dermcht bis/Pfe-lange regieren wird : Wenn er vnter seinem Schatten ven / vndsichhelt/,so wird er vnter einem solchen Menschen Ruhe vergleiche/haben. derPersia«

Wann einem träumt / wie er die Früchte von einem ner Lehr.Kürbis finde/so wird er vergeblichReichthumb/mit einerscheinbaren Pracht vnd Namen finden.

Wann einem träumt / wie er einen Kürbis esse / ist erkranck/so wird er wider gesund werdemIst er aber gesundso wird er ferner gesund bleiben.

Mann einem träumt / wie er die Früchte deß Kürbisalso rohe esse/ so wird er von seinem Reichthum!) liegen /vnd dadurch die-Ceute bekriegen / denn der Nürbis / ober gleich zunimbt / so tragt er doch nicht sonderlichenNutz

So einem traumt/wie die Kürbisse verdorren/so wirder an statt der Lügen die Warheit reden.

Das (2xeiII, CaM.lA^Enneincm träumt / wie er von einem andern Bast- Von den^^lien oder Pr^silienkraut empfangen / so wird er Rosen/Jammer vnnd Bekümmernuß haben / nach dem deß Fasilien-Krauts viel gewesen: Ist jhm der bekant/ so jhm die Pr^- kraut/Heosilien geben /so wird er durch jhn/ oder semes gleichen ge- delbeer/plagt werden / ist er jhm aber vnkant / so wird es durch ei- LorbeernenFemd geschehen. vnd ^ey-

Wann einem rraumt / wie er Basilienkraut sehe/so rauchbaüwird erSorge haben/vnd Marter mit Elende. derPersia-

Wann einem träumt / wie in seinem ^ cker oder Land- ner undgute/eine grosse menge Basilienkraut wachse/solches be- EgypterdeutseinesHaußgesindesWeinen vnd Plage So er aber Außle-auch Basilienkraut von jhnennimbt / so wird er deß g^g.S chmertzens cheilhafftig seyn/ nimbt er keines/ so werdensie allein Schmertzen haben.

Dre Rosen bedeuten Neichthumb vnd Freude : Soeinem nun träumt/ wie er Rosen abbrcche/so wird ervoneinem bösen Menschen freude empfangen / dieweil dieRosen stachlicht seyn-

Wann einem träumt / wie sein Hauß mit Rosen be-streuet sey/ ist er ein König/so wird creme frölichsBott-schafft bekommen / wegen deß Geruchs vnd der rothe derRosen: Iß es ein gemeiner Mam?/so wird er Freude vndReichthumb haben.

Wann einem traumt/wie er ein Büschel Rosen über-kommen habe / daran zu riechen/so wird er ein gewünsch-tes Rind zeugen / nach dem er grosse freuve darüber ge-habt : Hat cr zwey oderdrey Büschel Rosen/sowird erviel Rinderzungen / vnd solcher Traum begegnet einerMannsperson.

Wann einem träumt / wie sein Haußvngewöhnspcherweisemtt Heydelbeer / Weyrauch vnd Lorberbaum-blatter bestreuet sey / isterarm / so wird ervon heiligengeistlichen Leuten Reichthumb überkommen : Ist esaber ein gewaltiger fürnehmer Mann / bey dem solchesbestreuen ohne das brauchlich ist / so bedeut eS)hm emenVnfall.

Wann einem träume / wie er einen Ast von einemwelschen Heydelbeerbaum habe. Ist er ein König / sowird er ein Weib/so es nicht würdig ist/ beschiaffen.Ist eseine ander Person / sowird er keineKinder zeugen: Ist esein gemeiner Mann / so wird es gleicher gestalt Mit seinemWeibe vnd Kindern gehen.

Das dxdiv. Capitel.fACHwämme bedeuten eine vnedle vnachtbare Wei- Pott^beeperson/darumb/daß sie weder obenBlätter/noch schwämett,vnten Wuryeln haben. auß der

So einem traumt/wie er einen/2. ? oder mehr schwam - Persianerme finde /der wird so viel vnedler Weiber finden. vnd Egy-Träumt einem aber/wie er über zehenSchwamme fin- pterfchrOd«/oder ohneZahl/so wird er nach derselbenZahlGeldt be- ten.kommen.

Wann einem rraumt/ wie er einen grossen Schwammsampt einem kleinen bekommen habe / so wird er ein Weibmit einer Tochter / so jhrgleich ist / überkommen. ^

Wantt