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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
Entstehung
Seite
4
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Traumbuch.

Buch eines Propheten / Apostels oder Lehrers lese / vndjhm dasVolck zuhörete/derselbe wird kommen m dieZahldec grosftn gewaltigen Herm/ vnndKayserliche Machtvnd H-rUigkerr erlangen / wird sich auch der Gerechtig-keit befleißen / vnd Lob erlangen.

Wenn emem Käyserein solcher Traum fürkompt /sowird er dem Volck sehr angenehm werden / vnd ein ge-rechter Rcchterseyn.

So solches em Evangelium Buch ist/so wird er grosseHobeir vnd Gewalt erlangen / darumb/daß er im Traumdaö gcrhan /welches keine Leye zu thun macht hat.

Das VIII. Capttes.

? ö Glau- einem Christen träumt / als wenn er Jüdisch we>den/Bil- re/der ist in seinem Glauben nicht richtig / sonderndern/gül vnglaubigvnd ein Gotteslästerer/vnd wird plötzlich msden/silber Verderben fallen.

ne/ küpffer- So em-, mAayser ein solcher Traum begegnet/so wird

ne/Kolen/ er in seinem Volck eine newe Sect anrichten

Fewer / So einem gemeinen Mann solcher Traum fürkompt /

Priester- der wird von ihm selber falsch Gezeuzmß geben.

thumb/ Emem Weibe bedeut es / daß sie jhrem Manne mit

Bücher le- Huiderku nachtrachten wird-

sen/Kirch-e Eenem nechte/daß er etwas wider seinen Herm für-

bawen/:c. nehmen wird

Nach der So einem träumt / wie er vom Christen Glauben zuLehr der dem Agaremsehen gefallen sey / das bedeutet gleiche dingIndianer- wie oixu >oon dem Indischen Glauben.

Wann einen; tmsmr/als were er einMagus oder Na-turkündiger/der wird nach Neichchumb vnd Gelde trach-ien/denn die I?aturkündiger haben jhre Wollust an welt-lichen Dingen / vnd bekümmern sich gar nicht vmb die(vergelcung/o im ewigen Leben geschehen soll.

Wenn einem träumet / wie er ein ^ ötzen oder Bildanbete / oder mit jhm rede / oder mttihmrmge / oder dasBUd schlage/odcr von ihin gejchlaaen wcrde/so ers ange-betet hat / so wird er gegen Gott em Lügner werden / dieandere Dmg bedenken / daß er in groß Jammer fallenwird/vnd solches von wege:? der Lägen. >

So einer ZmTraum em höltzern Bild anbetet/der wirdeines grossen Hoff Dieners Hülffebedörffen/ vnd dersel-be wird ein böse^Mann / vnd seine Bitte wird bey demselben keme statt finden.

So das Bild auß einem Stecken gemacht ist / vnd erdasselbe angebetet /so wird er zum Ertzketzer werden / derAber Worten zancken v d lügen wird.

Wann einer em silbern Bild anbetet/ der wird meine»)-dkg vnd zum Lügner an semem Ehe-Weibe werden.

Ist das Bild gülden / so wird er über alle massen kühnseyn/vnd von :em Käyser geplagt vn gestrafft werden/vndwird jhnsehrviel Unglückvmgeben.

Wenn dieser Traum einem Käyser begegnet / so wirder von seinen Feinden geplaget werden.

L)enn in den Träum.n bedeutet das Silber die Wei-der / das Gold aber die Männer: Vnd wie grosse Frew-dedasGoldbem Äenschengibt/ anjhmselber/ ausser-halb deß Traumes / sogroß Unglück bringt es dem / sodavon träumet.

Ist das Bild küpffern / eisern/ oder bleyern/ so wird esfalsch Reichthumb bringen / denn dieses sind alles wUt-Uche Gefäß-

Wenn einem träumt / wie er das Fewr anbete/derselbetrachtet nach Ehren vnd Hoheit oder Gewalt / dieweildas " ewr ein kraffnnächttg Dmg ist.

So er glüende Kohlen oder Fewer ohne Rauch/Flam-me vnd Rust anbetet/so wird er ^ eld samten / aber durchVnrecht / nach der grosse deß Feirers / aber er wird sei-nen glauben verlieren.

Wenn einem rraumet / wie er den Priesterlichen Or-den angenommen / Vnd für das Volck bete / der wird imVolck das höchste Haupt werden / vnd jederman wird ge-gen jhme gutthatig seyn.

SoerocmVolckaußememBuchevorlieset / sowirderweise vnd gelehrt werden.

So solcker traun: emem Aayser fürkompt / so wird «rsiegen / vnd ein weiser Her: seyn.

So einem träumet / 'wie er a«dern Losung gebe / dertvirc zu einem sehr grossen Manne werden / vnd ein großAnsehen haben / durch seine gewaltige Stimme die Völ-cker seines Gefallens zu versamlen.

So solcher Traum einem Käyser fürkompt / so wirder seine grosse Herren zur NahtschlaMig beruffen / auch

wird er lange leben / vnd reichliche Freude haben/dieweildie Losung Frewde zu bringen pfleget.

Hat er aber die Losung mcht selber geben / sondern ei-nem andern zugehört / wie er sie außgetheilet vnd gebenhat / hat einerley Außlegung wie obgemut.

Ist der/ so solchen räum gehabt/ ein Armer / so wirder grossen Herren dienen / vnd sehrZunehmen.

Begegnet dieser Traum einem Werbe/ so wird sie fürdem gantzen Volcke zu schänden werden.

Wenn einem traumet/als wenn er eine Kirche bawete/ist er ein Käyser/ so wird er sein Gemahl zieren/vnd auffsnewe erheben / nach dem die Kirche groß gewesen : Istsein gemeiner Mann/ so wird er von emem reichen WeibeReichthnmb erlangen. Ist es aber eine vnverheyratereWeibsperson / so wird sie emen ).'iann bekommen/hatsieeinenMann/so wird i eelneWcttsrawwerden/vndeinen andern Mann nehmen.

Das IX. Capitel.

^)Enn emem traumet/als wenn er d?.s Bildnuß der «Von der

Sonmn / oder sonsten eines auß den grösten Gest-r- gleichennen anbetete / der wird bey dem Käyser eineBirre eMie Sachen/gen / vnd so nahe zu dem Käyser kommen / so nahe er im nach derTraum zu der Sonnen / :c. Bildnißkcmmenist Lehr der

W enn dieser Traum einem Käyser fürkompt/ so wird Persianer»er mir einem andern Könige Freunoschaffc machen/vnndseine Liebe erlangen.

Betet einer das Bild deß Mondens an/so wird er eineB'.tte thun an einen / so der nechstenach dem Kömgeist/wird auch von jhm erhöret werden / vnd so nahe nach jhnkommen/ als er an das Bild deß Mondens kommen >ß.

So einem träumt / als wenn er der Venus Bild an-betete / der wird ^ nade finden bey emem/so der Kaysermamnechsien ist. Dergleichen soll man auch verstehen vonden andern Gestirnen/ vnd den nechsien Rathen deß Kay-serS.

Wenn einem rraumet / alswennerdasjmmerbren-nende Fewr im Tempel anbete / oder wie em stinekenderRauch auß demselben Fewr auffgangen sey/ ,st es ein Kö-Nig/so werden jhn fiineFemde befriegen/vnd in dieFluehtschlagen / Ist es aber cm wolriechender Rauch gewesen /so wird er wider seine Femde einen namhaffcigen c leg«erlangen.

So einem gemeinen Manne dieserTraumfürkompt /sowird er dem .önigedienen/ vnd wird jhme geschehen/nach gestalt deß Rauchs.

Istesem Weib / so wird jhrnach gestalt dest RauchsMit^shrem Manne begegnen

So emem träumet / als wenn er eine Kirchebawetevnd ein Fewer darem setzte / welches das Volck anbetete/

Ist es ein ?- ayser / so wrrd er in seinem Rache einen Aö-nig erwehlen/ der wird das Volck annehmen.

Wann einem Käyser träumt / als wenn er eme neweMawr bawer / jnner oder ausserhalb der Stadt Mawer ^^werbedeut auch / daß er einen ^ .onig setzen werde / vnd das ^iffbatven.(Z?olck wird denselben zum Reichsgenojjen annehmen/ so °fern die alte Mawer stehen bleiben / Ist aber die alteMawer nidergenssen worden / so wird in sememömg-rejch eine Enderung einfallen.

Wann solcher Traum emem gemeinen Manne / odereinem auß den grossen Häuptern särkempc / als wenn ersolches thue ohne deß RömgS . efehl/ so w:xd er meiney,dig werden /lvnnd woftrner den Ba.lv vollendet hat / sowird cr siegen/ wo aber nicht/so wird er überwunden/vndvon dem Könige «ußgerilget werden.

DasX. Capitel.

^HEnn einem träumt/ als wenn er die Götter/Götzen VöZlaipThier oder Bäume anbete/ der wird Gnade finden/hen vnAnbeM König Pharaone vnnd seinen höchsten Dienern / betung dernach dem die Bll cer Edel gewesen / also auch die Thier Mder/vnd Baume. ' Thier Pha

So einer den Königlichen Stuel Pharaonis anbetet / raoniSoderdergestalt / wie seine Fürsten zu thun pflegen/ der wird ei« deß Köm-ner auß denFürsren Pharaonis werden/oderjhnen gleich aes/nachwerden. " derLehrdcr

So er den Scepter Pharaonis anbetet/oder denselben Egyxter.trägt/oder indeß Pharaonis Wagen sitzet/so wird er seinOberster Rath werden.

So jhme fürkompt / als wenn er auff deß PharaomsPferde oder Sattel fasse / geschieht solche« nm deß Pha-raonis