Wochen-kmdleindenen esim Leibereissetzuvertrei-ben.
KindernStuel-gänge zumachen»
Brüsteder säu-gendenWecker/so aussge-rissen/wo-mitsie zuschmieren.
Weib sotut gebä-ren kan/was manihraufs-bmdrnsol.
Her ^>anbm Rücken/ damit es sich breche / vnnd diß etlich
'mal / zu vmerschiedlichcnZcuen / so werden Qualster/Royvnd Schleun hervor kemmen/vnd denn gib ihm vonvorigen angezeigten M'treln/ so wird sichs/nechst GOttbessern / wo es aber von Flüssen / welche der Hustcn/woder dabey ist/ anzeigen wird: so gib jhn,e ex cia-
roniz. Etliche von denAltcnnehmen L^iNsamenwolge-PÜlvert/vermtschcn denselbigen mit remem gutenHomg/
vnd qeben es den-Kmdcrn/ es ist auch Zur/ es erweicht dieBrust/?c.
Wcnn die Kinder keicken/ das ist/wenn sie sich gar
auß dem Athem schreyen/ vnd gar wegbleiben.
Das ist nichts anders denn ein Muthwilie / vnd eineböse Gewonhett/wcnn sich die Kinder also auß demAthemschreyen/ daß sie Nicht wwer zil sich selber kommen können:Manchs bleibt aiich gar weg vnd stirbet also / d as ist einarewlieb schädlich / vnnd den Eltern gar ein erschrecklichDing/darauffsie grosse achrung gcben/vnd ihnen solchesübgewehnen müssen. Etliche schlagen sie auste Maul/et-liche steupen sie/etliche lauffen mit jhnen auß der Stuben/Mö Hanß/ oder m die ittsst / vnd?cvocircnsie also wider/daß sie wieder Athem holen.
Wens die kleinen Wochcnkindliin im 5cibe retffet /
vnd die exci-emencs gar grün von ihnen gehen.
Nimb weiß Wachs auß der Apotecken / zulaß es imTiegel / mach heiß Wasser vnd geußdas Wachs hinein/duncke darnach Baumwolle drein/ drucks auß / vnd legsdem Kinde ausssNäbelein/erliche erfahrne ^cäic>!gebenjmein wenigOrientallschenSassran/ alsemc kleine Er-bes'groß/mit einem Löffel :n warmen Bier em/alle Tage:ists aber von eim Jahr oder drüber/als eme grosseErbesgroß.
Achsm im ^etbe der klcinxN Wochen kindek.
Veilwurtzel gestvssen (a lso bekompt mans in der Apo-tecken/oder man mag selbst nn Mörser flössen/ dem Kmdeals eme Messerspitze voll Mit dem Badwasser / darinnendas Kind gebadet wird/ eingegeben allezeit deß Morgenswann man badet/ wc«l<6 die Schmei tzen hatt
Man die kleinen Kinder keinen Siuelgang haben.
So nimb einen Apss^l / hölere jhn oben auß / steckeSeiffe drein/ klebe jhn oben wider zu / vnnd laß ihn alsobraten / vnd binde ihn dem K-.nde aussden Nabel- Itemgib ihnen Vngarischen Pflaumen vnd Rosinen Mit k'oliizZeuX gekochet. Besihe das 8 8-^.ap.
Oder mmb Butter / mit em gut theil Sassran ver-mischt/vnd legeesjh '..aussden Nabel: Sodueinwenigxulveris coloc^nck o!>er lcammon-. darunter Mischest/ists desto gewisser-
DasXVll.Captttl.
Weiter von den Brüsten der Weiber.
Wann den sengenden Wc-bem die Brüste auffge,rissen seyn.
i^Aß>hrdieFrawihre eygene Milchaußmelcken/ vndV^laß sie stehen/ daß sie zu Sahn oder Rahm wird/ vndlaß sie sich selber damit schnuereu / oder laß sie sich mitNüßöl oder Rosenhonig schmieren»
Oder laß ihr auß der Apotecken vor einenDreyer l'ia-ßscamum holen (das ist eme iciina öder Hartz / Bocks-dornhartz/cli frurcx vom I^i^cuSivNd
scali^us, a xa.v3« legs in Rosenwasser / daß esdarinnen zergehe / vnd laß sie dte auffgenssme Wurtzelndamit bestreichen/ das heyler gewaltig / vnd schadet densaugenden Kindern nichts.
ItemFlureu pilcium, (Fischlein oder Haußblasen/ esist das Fluren von den Hausen / das ist em grosser Fisch/den man in der Donaw an einem einigen Orrgar allemsahet/ vnd sonsten nirgend/ von desselben Därmen wirdsgemacht. (Zrxcc nennet mans Iclniocol!z)auch m Rosen-Wasser gelegt/ur snre. Besihe auch droben das 8^ Cap»
Das xviil. Capitel.
ÄVattn ein Weib nicht gebaren kakInd jhreme n Krötensteinauffden Leib / sobald ererwärmet/ vnnd die Fraw beginnet zu schwitzen /sobalde genesen sie.
^ Man sol auch allzeit Hirschhorn/ das zwischen zweyenFrawentagen geschlagen «st/im Vorrath haben/vnd son-
Kinder, Büchlein-
derlich dessen / so anietzo a?riLcio5e in etlichen Apök^cketi
linc i^ne vel acerc» ^l X^znrec wird. Solches ^lA ^ilrirtenHirschhorns mmb em wemg/ vnd gibs einem gebärendenWeib em. Es sagen etliche /daß diß besser sey dann Ein-horn/so gehet die Frucht balde sort. Etliche nehmen.einHirschpelellipLnise^cervi) vmb EgidiTag aussgehvbenvnd gedörret/vnd geben der gcbarendenFrawen davon mMund/ vnnd bindet ihr auchdenselbigenaufsdie blosseBrust/ diß wird von vornehmer grosser Potentaten Fra-nzen hochgehalten-
Wann em Wecb in Kindesnöthen ist/ vnd Nicht geba-ren kaN / die mhme Eychene Milpelnem Qumtlem ge-stossen in Wein vnd Bier em/so gebäret sie bald?/vud dasKind so sie geboren hat/ ijt nechsi Bvtl sem lebenlang vordem schweren Gebrechen wol sicher.
Oder zünde nur luccivum an / Halts dem gebarende»Weibe vor die Nase/ vnd laß sie daran riechen-
Oder zerstoß ein wemg k!c<Irum(Agtste?noderBörn--stem) glbs ir nn Wein etn/odcr siede Poley/vnd laß sie da-vontrincken/ ^zo!ti1ibc!I.^cciicu!> f .2.6. Besihe drobenauchdz Zo.Cap.l'ir.aäcX^uliionem iceru^ Lclecüäin^.
^der nmib eine Schlangenhaut / die vngesucht vndohngesehr gefunden ist (wiewol daran nicht viel gelegen^binde sie der Frawen gerade auffden Nabel.
Hier sagen etliche/man soll auch diese Wortdärzu spre-chen : Das walt Gott der Vatter/Gott der Sohn/Gottder H. Geist/ Amen. Das mag man wol thun / wannSohne supelliiriou geschlcht/so gebäret siebalde/dieIruchksey lebendig oder todt»
Todte Gebmtaußzulreiben°
Etliche in eusiersten Nöthen / räuchern die Fraw vonvnten auss mit Schwefel/ daß der Rauch wol m bic Mut-ter gehe/ so soll das todte Kmd forrgchen / wcisie N^ese-wurtz auch m das G^burrglicd gejchoben/auch den Rauchdavon lassen neyn gehen/ist auch deß eusiersten Mittel cms.WomaN aber hlemit nichts außncht'invud/so gebraucheman dielnlirumenra> so hicrzu gcbrau.ich/ vamitderLeib von einander geschraubet wli d/ als ma dcm tx>ccuwmsrriciz,vicjc?zrXUM Lc liblvs (z^nXccorum l'oino i^
In solchen Fallen soll man die Gebarerm auss das fieis-sigst starcken/ daß sie Krässte beyalte. Hiervon besihe dro«beN mehr Mi Artzneybuch/ zc
Vnttrrichk von den Newgebomen jungm KiNd
dern/ deren Schwachheiten vnd Hülfsmitteln-Wie man mit den jungen Klndern VMbg«.hen so5;
-S ist nicht gut/daß die kleine Kinder gar gleich/ ge-rade anß/vnd niedrig Mit dem Häuptlem ltgen/ son»dern sollen mit dem Kopffe zimlich hoch gelegt werden/welchesmancherleyNntz hat. An dem einbinden öderem»wickeln ist auch vil gelegen/daß sie nicht vngebunden/odergar zu lose gebunden werden/weil davon allerley Vnrathherrührct. Man soll sie auch gar nicht zu warm zudecken/oder nicht zuwenig / weil übrige Hitze vnd Kälte ihnettsehr schader. Die Bette vnd Tücher sollen reinlich seyn /daran die kleinen Kmder von Natur einen Gefallen tra-gen/ vnd damit gestillet werden.
Äom Wasserbad der jungen Kinder.
. Das Wasserbaden ist den kleinen jungen Kmdern auchsehrdiensil-ch / denn davon wachsen sie wo! vnd nehme»femzu.Deß Tages em viertel Stunde / nüchtern/ vnddaß es erstlich einen Stulgang gehabt habe. NachdemBade wer e schr dienstlich / den Leib Mit warmen Lißboni»schen Oele/ oder Baumöl zu bestreichen. Es gibt frische/gesunde fette Kinder.
Äom Gehen der jungen Klnder.
In den ersten zarten Iahren sind sie nicht zum Gche«zu gewehnen/ vil weniger ,n der Gangelwagen zu setzen/daß sie sich darinnen selber können fortschieben/ sintemal/weil ihnen die Knochen noch weich sind/ als em Wachs/ sieleichtlich Lahm werden / oder krumme Schenckelbeko«-men könnem
Von Arbeit der Kinder-
Vor dem sechsten oder siebenden Jahre soll man sie Mzu schwerer Arbeit halten / denn sie können alßdann nichtwachsen/vnd bleiben klein als die Zwerge.Deß tags drey-«mal ge speiset/lst jhnen gnug/sonst bekommen sie von übri-gem