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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
Entstehung
Seite
275
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Von der ^

Oder.

Nim Ziegenmifl/ kochejhnen in Essig/ vnd lege jhnauff/ dann er hat vim abl^cr^eiz^i öc äi^erencii. Oderfchmiereesmtt Speichel/ sonderlich mtt nüchtern Spei-chel.

Wann einen ein Schlange gebissen hat/das thut sehrwehe / vnd es leufft jhm auch balde dicke aufs/ aber bmdedas Bein über dem Stich balde zu/ vnd hange den Scha-den in frisch Wasser / vnd binde frische Erde drumb/ deßTages drey oder vier mal/m z.Tagen kompts wider weg/allem man lasse es immer zugebunden. Die Erde vomPfluge weggeholet/ das ist die beste / dann sie iflnewvndfrisch-

Wenn eine Otter oder Schlange / oder ander gifftigThier gebissen hat/der brauche nur flugsram, in Cardobenedicten Wasser/ vnd schwitze

damit.

Hcorclium live recens live ariclum e vioc> pocum,ter^enrum vencno aäverlarur > iorcr a!iz omniz rnoverurinzm menlcs Icem ?1a.'macirc8, Larrli.

4O.^1l2aIä.ceac.i.^^>^or 8..

Hat einer eine Schlange im Leibe/so lese er

xellrur. 6.94.

Schlangeauß ememOrt wegzutreiben/

cenrur.i.^j?lioi.is.

Otter so Besihe auch droben im z. Buch da6j4. cap.einen in So einem em Otter m den Fuß sticht/der bmde flugs

denFuß den Schenckel über dem Fusse fest zu / daß die Gisst mchtgestochen/ herauffretten/vnb zum Hertzenkominenkan/vnd brauchewie der ^Ie6icinz8,welche dieGisst vnten außziehen/als lege Ty-Schaden riacdarauff/ vnd brauche ihn auch/vnd schwitze damit,zu heilen. Wann dich em toller Hund gebissen hat / sobrauchebalde die Blatter oder den Saffr l^sicoriÄNX , schmiereden Schaden damit/ oder lege das zerstoflene Kraut Ni-cociauX drauff.

Vor das Stoffen böser Thier-

Die Blatter oder den Safft/sampt dem zerflossenenKraut der übergelegt / heylet alle Stösse der

Thier.

Das dl.X. Capitel-

Vor das WehcchtM.

Wehe ge- ^sk??lnn sich eMer hart erbrochen/vnd rm ringen/ heßmthan im ^?oder tragen Verdruß oder wehe gethan / ( welchesheben 0- man balde m der Seyte vnd un Rücken fühlet / mancherder tra« bricht sich auch) so soltu dir eine solche Salbe zurichten:gen/was Nim eine Zwibel/ schneide sie am Stiel ab/da sie pflegetda für außzuwachsen thue Venedische Seiffe drein/ vndemwe-einzunch- nig alt Schmer/stopsse denOrtmitemerZwibelwolzu/men« wickele sie m Werck vnd brate sie m herssen Ammern / daßsie gantz weich wird wie em Salbe / schmiere dich damit/wo du das wehe thun fühlest.

Odek

Nun einen lebendigen Krebs/thue jhn in einen Mör-ser/ genß sawrenEssig drauff/ zerstoß >hn/drmgs durchein Tuch/thus in ein Topfs/ thue em frisch Ey darzu/vndbor 1. dreyer Wolrath/vor -..dreyerrothe Salbe/welchemApoteckenheist/ unAuearulnrubcumaäczl'um, einwenig Bocksblur/ 9. Krebsstein zerstossen / vnd mit demEssig vnd zerstossene Krebs gesotten/daß m alles einNös-sel Essig darzuksmpt / trmcks warm Abend vnd Mor-gens-

Etliche nehmen auch vier odersechsKrebssteine/die-selbe zerstossen sie klein m einem Mörsel/Vnd nehmen dar«nach ein gute Handvoll Raute/zerstoflesie auch nn Mör--sel/ vnd dringen sie durch ein Tuch mit gutem Wemesstg/vnd dann einen guten Trunck warm eingenommen / dasist gut vor das geronnen Blut.

Ein anders/so jhm einer sehr wehe gethan hat/ daß

er auch geronnen Blut un Leibe hat.

Nim Erdbeerkraut/eine gute Handvoll/ treuge es/seuds m gutem Essig biß zur helsst eyn/ darnach geuß ei-nen guten Trunck m einem tieffenSchüsselchen/vnd schüt-te/als man auff ein Groschen erhalten kan / geflosseneKrebs-Augen drem / vnd also warm getruncken/ deß A-bends vnd Morgens emen guten Trunck.Istwol probirt.

zaüßar^NG ^7/

Etliche.

Nemen einen lebendigen Krebs/ flössen den in einemMörser/g'iessenWem dran/drückens durch ein Tuch/vnd

trmcken davon/ das Blut zertheilet sich davon / vnd der

Krancke wird nechst Gott gesund/ sonderlich wo etwas imLeibe entzwey/ vnd grofle Hitze darbey.

Wer fich sehr verrn cket / vnd sehr wehe gethan hat.

Dem schwimmelt oder schwindelt sein Haupt / vnd/hm ist gantz wehem der lmckenSeyten / vnd mag wederessen noch trmcken/der nehme Wüllkraut/ Poley/ Leber-blumen mit dem Kraut / Lungenkraut vnd Aurm/ jedesi.Handvoll/vndsiede es m emem stübicken altenBier/thue dannein QulntWollrathbrem/ glbs dem Kranckenwarm zu mucken/ zu Morgens vnd deß Mittags

Ich habe emem Bawrenknccht nur vor dreyerHundefett (daß bekompt man beym Hencker/ vnd ein we-nig Butter / vnd em wenig Saltz in warmen Bier einge-ben/ das hat ihn geholffen.

Rothe im Trmcken emgenommen/thut auch das seme.

Etliche baden sich in Krauticht von Alantblattern/Odermennmg/ Bemwelle vnd dergleichen.

Wann jhr einer Schwangere Fraw hätte wehe

gethan.

Nimeme Schnitte geröst Brod / schmiere Honig Schivan-drauff/ vnd geflossenen Kümmel/ Galgan / vnd gar ein aere ?rawwenig Saslranblumen drauff/ laß sie es essen/ ist gut vordaswehethun.

than/wz

. siesoleiw-

Sie mag eingemacht Nüsse essen. Item warm Bier nehmen,trmcken mit Honig-

Item/ gebehet Brod mit Miiscaten bestrichen/ auffden Leib legen.

Irem/ siede Kümmelmit Honig im Bier/ vnd laß siees trmcken.

Fület sie aber Wehetage/vnd besorget sich die Fruchtmöcht ihr abgehen / so laß Wasjer meinem Kessel war-men/ vnd schütte ein wenig Herdasche drem / daß es wirdwie ein dünner Ascher/ lüß sie die Füsse warm drinnen be-hen/ stiller die vngewöhnliche Wehetagen. Oder mmKatzenmüntze/ klenialinim, Narerblumen/kochsnntBier/vnd trmck davon.

Sojhm emer wehe gethan/daß erBlttt speyet.

Nim einen Krebs oder etliche/ sechse oder achte/stossesie lebendig klein m emem Mörftr geuß em wenig mehr Wehsge-dann emhalb Nössel sawren Weinessig drauff/ dringe es than/ daßdurch em Tüchlem / laß das durchgetrUngen warm wer- cmerBlutden/ in emem Topff/ trmck davon - Mit diesem Receptle.n außwirft»ist emmal einei errettet / vnd beym Leben erhalten wor-den/der allbereits fort gewolt. Icem/ habe ich em Kna-ben hiemit culirer so anderthalb Stockwerck abgefallengewesen.

Vor das Wehe thun prKsenrMmum re-

rneäium.

Nim vor z. dreyer Bocksblur/vor?..dreyer Wollrath/thu es halb m em warm Bier so zergehets wie eme But- Wehe-rer / vnd laß es den Krancken also trmcken / so vergehtS thun da-balde/ wanns gleich Patienten im Rücken risse / daß er für einmcht Athem holen könte. Die andere helffte mag man zu gutR.c-Abends eben also brauchen. Dann Morgens vnd Abendsgebraucht / istsam besten. Die Alten brauchensm war-men Essig/ aber den Kmdern ifls zu sawr.

Item/ Saffran m Essig gelegt/ biß der Essig sich fär-bet / vnd den Kmdern vors Wehethun zu trmcken gege-ben/ ist gut.

Item.

Nim recht sawren Bieresslg/ 2..Löffetvoll Honig/neunKrebs-Angen/darnachsie groß seyn/e-n Muscat/em we-nig Kümmel vnd Saffran/ vnd trincks/ es hufft auck>

Item/ Nim Mumien (das ifl ein düri Menschen-fleisch von den balsannrten Cörpern/m denApotecken zu-bekommen) klem gepülvert / ohne gefehr ein Nußschalevoll in warmen Essig außgetrunckm / daß zertheilt dasGeblüt»

Item