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Materi erstlich mit einem gebrandten Wein müsse be-feuchtigen/ daß sie gleichsam zu einem Teig werde/ undhernach das Scbwefelöhl drailffglessen: Dann wo sol-ches nir ges.bicht/ so wird die gantze Mater» schwary ge-trennt/ welches l'keopli rzliu 5 mtt fleiß verhalten.
Von jemem gebrauch und Z^räfften.
Es isr wte?arzccllu z sagt daß der alte Balsam über-«uß subtil / und hat die Art daß es drucknet und er-warmbr/ und alsovor derseule bewahret / jaesistdervollkommene Llirir, so alle Tugenden in sich hat deß na-türlichen Balsams / ein erhaltende Krasst und sonder-lich in den alten Leuten.
1. Thut in den Gebrechen der Brust und Lungen ge-waltige hülffe.
2. Wie gleichfals auch wider das ansteckender regi-»enden Pestilentz und verbessert den verderbten Leib.
z. Führt die viel und mancherley feuchtigkeit deßMagens auß/starckt den Magen zusambt dem Gedärmund kompt derselbigen Schmertzen vor.
4. Kompt den schwindsüchtigen und mit dem Hustenmd Flüssen behafftetenzu hülffund reinigetdle Brust.
5. Verbessert die erkalrung deß Magens un Haupts»
6. Vertreibet die Schmertzen deß halbe« HaubtS zu
fambtdem Schwindel.
7. Benimbt die Nebel deß Gesichts.
«. Starckt das Gedächtnuß und Hertz.
y. Stillet das jucken und Schmertzen der Darm undRippen.
z 0. Zerbricht den Stein in den Nieren.
z 1. Macht dem Quartfieber ein eudt.
i2. Verwahrt vor dem Podagra und psrzlyz.
,z. Gcharpffet den Verstandtund alle Sinn.
14. Vertreibt dieMelancholy und bringt wider dieVerlorne Freud.
15. Hält das verdrießliche Alterund graue Haar zu-rück/ und erhelt den Menschen gleichsamb jung.
16. Verlängert das auß übermassigen fressen undsauffen abgekürtzte Leben.
17. Heilet alle innerliche Wunden und Geschwür inlurtzer Zeit.
18. Vnd nimbtalle kalte und hitzige Gebrechen durch«»verborgene Eigenschasst hinweg.
Gewicht.
Wird von 6. biß iO. undi^.Tropffen in Wein odereinem darzu bequemen Wasser eingenommen und ge-braucht.
Das CdVII. Capitel-
Le^varmm Minerale.
A^Imb 5a!is serrz? io. loth Weinstein 12. loth/^ ^spießglaß zi. loth/zerstosse miteinander/ und rhuenacheinander in einen glüenden Schmeltztiegel / wanner fliesset / so gies es auß in ein Gießbecken /so wird sichder us setzen/ den schlage ab/ so wirst» von einemPfund 7. oder Z. loth bekomwen.
Nimbdiesen, thuedarzu Hsercnlji subli-mzri gleichviel/zerstosse es untereinander/ undthueesm eine beschlagene gläserne betonen / lege da einanderNetortenfür/ undverlutir es wol vnd treibe mit offe-nem Feuer gar gemach / wann es nit mehr tropffen null/ßo regier das Feuer / so kommer ein weisser lpirirus. zuletztem kvlerLuriuz VIVU5 herüber/ und treibe alleö mlteinanderherauß / in collo KecorrT henget sich cneinCwÄlizris den nimb ab / was aber herauß getrieben/das nunb mit der Retorten da esemgangcnlst / lege esm Sand/ distillire eS mit gelindem Feuer / du must ab^rden Halß an der Retorten sein sauber außwischen Miteinem Tüchlein / wann du sihest die weisst chiricu!, kom-men und es im Halß der Retorten beginnet zu schwar-tzen/so höre auff/damit der ^lercurius vivusmtmitherüber steiget / das herabgegangene kanstu noch einmal
arensm reHikciren.
Nimb diesen l-iczuorcm so Viel du hast / gieß darzutropffenweiß und gar langsam Zpirirus irri an gewichtgleich viel als diß l^i^uansist/ so wird es anfangen zuprausen/ stopffe oben das glaß fest zu/ biß es außgebrau-sethat/ so gieß wieder ein wenig darzu/ und also fortanbiß der 8p>rirus -ni gantz drin ist/ so ferbetsich derlei-c^uor gantz blutroth / und solvirt sich / setze es miteman-»xr in einen nidrigen Kolben der beschlagen ist / zeuch den
Aas Ander Buch/
Zpiiirum I^Iirli davon/ daßgmitz truckenwird ii, ^icn»oder Sand/ wann das geschehen//so gieß du noch/ so*duzuvor gehabt hast 11 loth/Z^nru!; ^'in, z. lorh.d .irzu / und schütte es mit dem abgezogenen über die truckeneMaterien wider / zeug es wider wie vor ab / und gießnoch z. loth lpirirUS irri darzu / und zeug es zuletzt garherab/ so findest» am Boden eingebe außgetruckneteErde / die ntmb herauß und reibe sie auffeinem Steingar klein / thue es in eine Reibscherben und setze es unterein Feuermauer / glühe es ein halbe Stunde wol auß/wann das geschehen / sozundeeinen hinrum viai dar-über an und laß ihn außbrennen so ist es bereit.
Sem Gebrauch und Gewicht.
Von diesem Pulver 6. gran in Cardobened icten/odekgieß Kletten oder Theriacwasser / deß Morgens frühgenommen und wol drau ff geschwitzt und auffden Abendnoch einmal gebraucht / ist ein treffliche Artzney widerGisst/ vertreibt alleGifft und PestilentzischeFeulnnssen/auch die Pestilentzische Fieber / einmal oder drey ge-braucht.
Das ccviil. CaM.
Oleum
H>Imb l^ci s. Pfand Weinstein / Saltz/ jedes zwey^Pfund / reihe diese z stück untereinander auffdaskleineste/ nemb hernach einen Sclmieltztiegel/setze den indas Feuer/ wirffhernach das Pulver Mit wenig hinein/laß es wol glüen / und rühre es stets umb mit einemHoltz daß durchauß glüend wird / so wird es werden wieein Muß / setze es ab vom Feuer und laß es kalc werden/reibe es wieder auffeinem Neibstem zu Pulver / schüttedas Pulver in warm Wasser / und ablmr es so lang bißdas Wasserkein Saltz mehr außziehen wil / thue dasWasser in einen alasurten Topffzitjammen lege ein paarschmal geschnittene wülle Lappen darein / so wirdsichdas Wasser herauß ziehen/ setze dann einenKolben da-runter/daß es darinnen bey linder Wärme «brauchen/daß es gantz trucken bleib / so wirstu finden ein Pulveram Boden deß Kolbens ligen/ dasselbige Saltz reibe wi-der auff einen Stein / laßes drauffligenund setze es mein Keller/ daß die eine Ecke abhängig stehe/setze darun-ter em gläserne Schale/ und lege dievorhingebrauchtewullene Lapplein darein in das Pulver so wird sich dasPulver solviren und durch die Läppichen m die Schalleabtropffen: Diesen I^iquorcm hebe auff / glüe hernachandern Talck/ so viel als du nitnmest daß deß l-iqnorizgenug seye/daS'l'.'ilcum dann abzuleschen/und glüe das1°al cum noch einmal oder vier und lesche es in einem fri°schen Wasser ab / nimb das Wasser und laß es abrau«chen/so bch.iltestu wie zuvor ein Saltz / so laß es wie zu-vor im Keller fliessen/so hastu ein Herzlichen I. iquorcm.welcher das i'zlci genennet wird und istzu vie-len Dingen trefflich gut.
Rraffeunb n??N ckunA.
Sein Gebrauch ist sehr trefflich gut zu den alten fau-len und übelriechenden Schaden zu curircn / derselbe»Geschwulstzu vertreiben un deroSchmertzen zu lindern.
Das Cd!X. Capitel.
Oleum cranei kumam'oder Menschen
Hirnschalvhl
^>^mb z.oder4. Hirnschalen / derenMenschen so ju- Oek vsn^ ^lificii t worden und mt begraben gewesen. Feile sie Menschenklein/ oder zerstosse sie mit einem eissernen Pistill/ setze es Hirnschain eine Lucur-->icam«nd la^'es sechs Tag in Roßnilst len.stehen/oder in warmen Marienbad / dtstillireoherna-cher durch ecne Retorten / erstlich nm gelindem Feuer/hernacher aber mit starckem : Dann! gehet erstlich dasWasser/ hernacher aber das öhl meiner schönen Gold-farbe/ aber es stincket gewaltig.
Krafft dieses Ghels.
Dieses O?l ist in allen Wehetagen deß Leibs sonder-lich aber m der Lolics ein sehr treffliches ^rcaizulii
Lllenria cranei kumani. DielLssetty
Menschen Hirnschalen.
Nimb gefeylet Menschen Hirnschalen von justificirt? Hirnschs-Perssnen/ gieß guten Salben-Brandttnwein darüber/ len Essentz,
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