finden in der freien Wirthschaft des Nheinthals nicht dieMuster für ihre Bestellung, weil sie die Umstände entbehren,welche die Ursachen von der Eigenthümlichkeit des Rheini-schen Erdbaus geworden sind. Der Boden der Eifel istunfruchtbar, und bedarf, da es allenthalben an hinreichendenDungmitteln fehlt, häufiger Brache, der Himmel ist rauh,und dem frühen Gedeihen der Pflanzen zuwider, der Winterwährt geraume Zeit langer, als im Rheinthale, und dieEifelergebirge sind noch mit Schnee bedeckt, wann am Nheinedie Milde des Frühlings den Stachelbeeren das erste Grünentlockt hat. Dieser Umstand veranlaßt die wichtige Er-scheinung, daß es den Bewohnern der Eifel zuweilen anKräften fehlt, und daß sie zu einer andern Zeit einen Ueber-fluß daran besitzen, fo daß sie dieselben zu andern als acker«baulichen Arbeiten zu verwenden genöthigt sind. Das Tag-lohn ist im Frühling, Sommer und Herbst ungleich höher,als während der Wintermonate, in welchen ein Theil derjungen Leute das Gebirgsland der Eifel verläßt, um inglücklicheren Gegenden die Unzulänglichkeit menschlicher Kräfteals Drescher zu ergänzen. Getreide wird in der Eifel nichtin einem zum Bedarfe genügenden Maaße erzielt; der Bodenist häufig nur zur Erzielung von Heidekorn geeignet, aberKartoffeln gedeihen vorzüglich darin und werden schmack-hafter, als in irgend einem andern Theile von Rheinpreußen.Die Landwirthschaft ist bedeutender Vervollkommnung 'fähig,aber die wirksamste Ermunterung dazu, gesicherter Absatzund hoher Preis der ihr eigenthümlichen Erzeugnisse, derKartoffeln, des Schlachtviehes, des Geflügels und der Eiergehen ihr ab wegen der Seltenheit größerer Städte unddes Mangels an Fabriken und Manufakturen. Die Eifel
ist