weder mit dem fraglichen Gewächse bekannt gemacht wur-de», oder die Belehrung erhielten, daß es eine gewöhnlicheeinheimische, ihnen wohl bekannte Pflanze sei, deren Namenin ihrer Gegend nur von der Bezeichnung anderer Gegen-den abweiche. Eigene Anschauung der unbekannten Pflanze,wie sie in Masse gedeiht, würde, gewiß mehr geleistet haben,und es unterliegt keinem Zweifel, daß, wenn gebildete undwißbegierige Landwirthe von einer Stelle zuverläßige Mit-theilung eines landwirthschaftlichen Gewächses in mehrernExemplaren, wie es die vorgeschlagene Einrichtung gestattet,und seines Saamens mit Aufschrift erwarten könnten, dieErkundigungen und Auskunftgewährungen zum Vortheildes vaterländischen Ackerbaues sehr häufig würden. Leichtließen sich vermittelst der gedachten Einrichtung ackerbanlichePflanzensammlungen, sogenannte Herbarien, darstellen, derenAnfertigung nur den Aufwand der dazu erforderlichen Müheerheifchen würde.
Da die Anfangsgründe der Pflanzenkunde in den Schul-lehrer-Seminarien gelehrt werden, so könnten die Volks-lehrer auch hierin nützliche Hülfe leisten. Die in der Näheder Anstalt wohnenden Landwirthe könnten die gewünschteKunde durch eigene Anschauung erhalten und gegen Täu-schungen um so gesicherter sein.
Die Entstehung und das Dasein der Rheinischen Hoch-schule haben einen wirksamen Eifer zur Erforschung derNaturbeschaffenheit des Rheinlandes hervorgebracht. DieRheinische Flora ist näher gekannt und genauer bestimmtworden. Steininger in Trier und Nöggemth inBonn haben ergebnißreiche Forschungen übe»? die Rheini-schen Gebirge angestellt; der erstere hat höchst anziehende