könnte nichts Zweckmäßigeres geschehen. Gelehrte vomersten Range, die zu dem Sitze der Musen berufen wurden/erwarben ihr Achtung und Vertrauen. Der Zugang zur'höheren Geistesausbildung ward den Bewohnern der Rhein-nfer dadurch äußerst erleichtert, und dieser Umstand zeigtebald einen erfreulichen Einfluß. Die Hochschule selbst wurdeauf eine Weise ausgestattet, wie nur Universitäten vomersten Range bei der Stiftung begründet zu werden pflegen;die dafür ausgeworfenen Gefalle übersteigen die aller übrigenGesammtbildungsanstalten des Staats mit Ausnahme jenerder Hauptstadt, wie aus einer Vergleichung derselben er-hellt. *) Zur Schöpfung einer Bibliothek wandte der Staatüberdies besondere Summen auf, und in der Anschaffungnaturhistorischer Sammlungen, mathematisches und physika-lischer Werkzeuge, anatomisch-bereiteter Gegenstände, in derEinrichtung der zu ihrer Aufnahme bestimmten ^Gebäudewurde so wenig gespart, daß man nicht leicht im ganzenDeutschen Vaterlande eine mit so großem Reichthnme, mitso vielem Glänze ausgestattete Anstalt findet. Große Opferbrachte überdies der Staat der Anlage einer Kunstsammlungvon klassischen Gipsabbildungen, einer chemischen Werk-stätte, einer Sammlung Rheinischer Alterthümer, eines bota-
') Im Jahre 1829 waren folgende Einkommen fiir die sechsPreußischen Universitäten bestimmt:
1.-für Berlin mit denjenigen Anstalten, welche zugleich als Ein-richtungen der Hauptstadt angesehen werden
12-j,626 Thlr, 7 Sgr. 6 Pf.
2. Bonn ......... . . . 94,876 — 8 — 10 —
3. Breslau ............ 70,144 — Ä2 — — —
4. Halle. ..... . . 68,593 — 14 — 2 —
^ 5. Königsberg . . . ' . ... 60,095" — 5 — 6 —
6. Greifswalde . . . . . 55/,86 SS — 10 —