kleidet seien; er machte zur Erlangung desselben ein Examenund das Gymnasial-Abgangszeugniß II. zur Bedingungdesselben.
Ich darf die wichtige Betrachtung über die gestiegeneWohlfahrt der Rheingegenden, als Folge der Wirksamkeiteinsichtsvoller und menschenfreundlicher Geistlichen nichtschließen, ohne des Verdienstes zu erwähnen, welches siesich in der thatigen Beförderung des Landfchulwefens er«worben haben. In der That gehört diese zu den vorteil-haftesten Seiten der Geistlichen; der Pfarrer scheint dernatürliche Vorsteher und Aufseher des Unterrichts der sei-ner Seelsorge anvertrauten Gemeinde zu fein. Mehrereder altern, die meisten der jüngern Landpriester haben sichaber keineswegs auf diese Aufsicht beschränkt. Da, woder ältere Schullehrer minder tüchtig, als zu wünschenwäre, ist, haben sie den Unterricht theilweise oder ganzselbst übernommen; sie haben bessere Lehrmethoden einge-führt, und die Anforderungen an die zu entlassenden Schul-kinder Höher gestellt. Dadurch ist es ihnen gelungen, die-sen vollkommnere Begriffe über ihre Bestimmung und ihrePflichten als Menschen und Bürger beizubringen, wohl-thätigen Verordnungen der Regierung, deren Ausführungnicht erzwungen werden kann, schnell die richtige Deutungund leichtern Eingang zu verschaffen und sie überhauptfür alles Gute und Wahre empfanglicher zu machen.Mehrere der ausgezeichneteren Geistlichen sind zu Schul-infpektoren ernannt worden, und verbinden bei diefem Be-rufe mit dem Talente, die Tüchtigkeit der Lehrer schnell zuerforschen, die Gabe, die Mittel zu finden und anzugeben,wodurch einem mangelhaften Unterrichte die nöthige Ver-
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