eigne Aufopferung kennt keine Grenzen. Auf diese Weisesind viele Geistlichen in den Nheingcgenden die Gründer undErhalter des Wohlstandes ihrer Pfarren geworden; siewaren oder sind noch die Väter ihrer Gemeinden imschönsten Sinne des Worts und die Wohlthäter ihrerMitbürger. Welch ein herrliches Beispiel bewunderungs-würdig erfüllten Berufs hinterlassen sie den jüngern Prie-stern zur Nachahmung! Wer an solchen Erscheinungenzweifelt, weil sie in andern Gegenden Deutschlands seltnersind, den bitten wir, die Umgegend von Koblenz zu besuchen,und sich nach den Ursachen des gediegenen und allgemei-nem Wohlstandes der in der Nahe dieser Stadt gelegenenOrte zu erkundigen, sodann die Mosel - und Ahrgegendzu besuchen; — er wird finden, daß wir zu wenig gesagthaben.
Die geistlichen Oberbehörden haben, seitdem sie wiedereingesetzt worden sind, großen Antheil an der Beförderungder Rheinischen Kultur genommen: sie haben die so nach-theiligen Wallfahrten verschwinden lassen, und dadurch demMüßiggange und einer unschicklichen Gottesverehrung vor-gebeugt; sie haben den Geist der Verträglichkeit in denOrtschaften gemischter Religionen und allgemeine D"ldnnghervorgernsen; sie haben die Anfeindung anderer Neligions-bekenner zerstört und allenthalben sittlichen und religiösenSinn befördert.
Der Erzbischof von Köln hat sich durch die ausge-zeichnete Sorgfalt für die Ausbildung der zum Priester-thum berufenen Jünglinge große Verdienste erworben; ererkannte zuerst, wie wichtig es fei, daß nur fähige wissen-schaftliche Männer mit den Jnsignien dieses Standes be-