Hoffnungen hegen. Welchen Einfluß wohlwollende undkluge Pfarrer auf den Wohlstand ihrer Gemeinden äußernkönnen, haben einige Rheinische Geistlichen, deren rühmlicheThätigkeit der Verfasser kennen gelernt hat, in bewunde-rungswürdigem Maaße dargethan. Nicht nur haben sieAlles hinweggeräumt, was das Glück aller Menschen stört,und folglich auch die Seelenruhe und das Gedeihen ihrerPflegebefohlenen schmälerte, Aberglauben und Vorurtheile,Handeln ohne Selbstbestimmung, blindes Vertrauen aufden Himmel da, wo menschliche Anstrengung Rettung ge-währen konnte; sie haben mehr gethan; durch gemeinver-ständliche, der Fassungskraft ihrer Pfarrkinder entsprechendeKanzelreden haben sie in den Gemüthern die Sehnsuchtnach der glücklichen Zufriedenheit eines unbescholtenenLebens, und den lohnenden Folgen häuslicher Tugenden,der Mäßigung, der Sparsamkeit und des Fleißes mit ,unwiderstehlicher Beredsamkeit erweckt, sie genährt, undendlich dadurch diese Güter, die unvergänglichen Elementedes Glücks der Völker, nach und nach in ihrer Ge-meinde geschaffen und erhalten; sie haben Abscheu gegenunwirthschastliche Laster, Trägheit, Unmäßigkeit, Zank-undverderbliche Prozeßsucht hervorgebracht, diese Volkswohl-stand schmälernden Grundübel in ihrem gehässigsten Lichtegezeigt und sie endlich entwurzelt und vernichtet. Aberdieses von ihnen gesagt zu haben, genügt noch nicht; ihrVerdienst ist damit lange nicht erschöpft. Sie sind weitergegangen; sie haben sich genaue Kenntniß von den mora-lischen und physischen Kräften der Gemeindemitgliedcr ver-schafft; durch das Lesen der besten agronomischen Schrif-ten erwarben sie sich gründliche Kunde von der Landwirth-
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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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