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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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wand eines gebildeten Mannes zu bestreiken, der sich durchkostspielige wissenschaftliche Vorbereitung auf einer Hoch-schule die zur Ausübung seines Amts erforderlichen Kennt-nisse hatte erwerben müssen. Ohne Zweifel vermag eineStaatsverwaltung jdem Gewerbfleiße und jeder Art vonwirthschaftlicher Hervorbringung durch nichts eine kräftigereUnterstützung zu gewähren, als durch eine rücksichtslofe,thatschnelle, und gewissenhafte Rechtspflege. Sie ist derKern, um welchen wie um eine gemeinschaftliche Grund-lage sich die übrigen Vorzüge der Landesverwaltung alsKrystalle anlegen; sie ist die Sonne der öffentlichen Ord-nung, um welche alle Kräfte, Güter und Verhältnisse, wieum einen gemeinschaftlichen Schwer- und Mittelpunktkreisen. Welches Schwinden jeden Wohlstandes, aller sitt-lichen Gefühle, aller höhern Civilisation ihr Mangel zurFolge habe, beweisen jene unglücklichen Länder an denThoren Europas, welche unter dem günstigsten Himmels-striche gelegen, von der Natur mit ihrer reichsten Ausstat-tung gesegnet dennoch nichts als dürftige Hütten und ver-zweifelnde Einwohner aufzuweisen haben. Die geringenBesoldungen der Französischen Gerichtsbeamten brachtenihre schlimmen Früchte zur Reife. Gerüchte verbreitetensich im Rheinlande, daß dieser und jener Richter Geschenkenehme. Gewisse Anwälte wurden als Menschen gefürchtet,die mit der Waffe des Gesetzes selbst unrechtliche Gewaltverübten. Häufig ließ man fahren, was sie mit schein-barem Rechte in Anspruch nahmen, und dadurch erwarbensie ungeheure Reichthümer. Von dem Vorsitzenden einesRheinischen Landgerichts, einem gebörnen Franzosen, wurdebehauptet, daß er eine Preisliste besitze, nach welcher man