24
Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an.
II.
1. 2. 1417 bekundet der Konvent des Klosters Gröningen, daß Ludikev. Veltem, Kunigunde, seine eheliche Hausfrau, Else, seine „Mone" (Muhme)und Hans, sein Bruder, den Vikarien des Kollegialstiftes S. Pauli inHalberstadt eine M. Geldes jährlichen Zinses und 2 halbe Hufen zn HausGröningen, die vom Kloster zu Lehen gehen, wiederkäuflich verkauft haben.
Dieser Ludike scheint kein Edelmann gewesen zu seiu, sondern vielmehr ein aus Veltheim gebürtiger und daher nach alter Sitte so benannterEinwohner von Haus Gröningen, das als sein Wohnort ausdrücklich bezeichnet wird.
25. 5. 1440 stellt Peter v. Veltem als „Jnnehaber von HausGröningen" dem Kloster Grüningen einen Schuldscheiu über 5 lötige MarkHalberstädter Währung aus, die er auf seinem bei Hildebrand Nachgeben Hosegelegenem und vou Richter Heinrich Meisdorf zu Lehen gehendem Hof undHaus in Haus Gröniugen entlehnt hat und mit vierteljährlicher Aufkündigungzurückzuzahlen verspricht. Da er kein eigen Jnsiegel hat, so besiegelt derPfarrer zu Haus Gröningen die Urkunde.
Seine Zeugen sind bürgerlichen Charakters. Er gehörte offenbar derFamilie des vorher genannten Ludike an. Vielleicht ist ein Anverwandtervon ihm Peter Veltheym aus Wittenberg, welcher im Mai 1502 auf derUniversität Wittenberg immatrikuliert ist.
III.
Dietrich Veltem und Nikolaus Sneverding, öffentliche Notare,Kleriker der Stadt Lübeck und der Bremer Diözese, sind 20.8.1413 Zeugen ineiner Urkunde des Bischofs Peter von Alet an den Bischof von Werden.
IV.
Im 17. Jahrhundert lebte in Halle eine der dortigen Pfännerschaftzuzurechnende hochangesehene Patrizierfamilie des Namens Velthem. Ihr ge-hörte auch die berühmte „Veltheimfche Bande" an. Bei der unmittelbarenNähe des v. Veltheimfchen Gntes Ostrau liegt der Gedanke nahe, daßzwischen der Halleschen bürgerlichen Sippe und dem alten Braunschweig -Magdeburgischen Geschlecht eine Beziehung obwalten könne, da ja mannig-fach die Glieder der um Halle angesessenen adligen Familien sich als Psännerim Besitz von Anteilen an der Halleschen Salzwirkergesellschaft befanden.Aber v. Dreyhaupt in seiner Chronik vom Saalkreise teilt nicht nur dasWappen (im gespaltenen Schild vorn 3 Ähren, hinten eine Weintraube), son-dern auch eine Stammtafel dieser aus Bremer-Vöhrde stammenden HalleschenSippe mit.