Siegel des Ludols auf Ostrau (Nr. 506).*)
I.
Eine bedeutende Persönlichkeit des Namens ist I^oiZsvvi^I: vanVsltlisiu, ein brabantischer Dichter aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.Der Name deutet auf eine Zugehörigkeit zu einem adligen Geschlecht hin, wieer sich auch selbst als „Herr" bezeichnet. Er war Priester, kam (wohl als Stu-dent) 1294 nach Paris, bekleidete 1304 westlich von Diest ein geistlichesAmt und lebte 1313 und in den nächsten Jahren zu Velthem westlich vonLöwen. Seine dichterische Tätigkeit eröffnete er mit der Vollendung undFortsetzung des spscmlum Instori-üo von Vincenz von Beauvais. Er fügtezu dem 10400 Verse umfassenden Werke in der Bearbeitung von van Maer-laut noch gegen 26000 Verse hinzu. Er beendete seine Arbeit am grünenDonnerstag (20. 2.) 1326.
Iiuäs^v^l: van Vsltdsm, Lpis^sl Historisal ok -Lpis^sl,A^väs äs ^ssrlallässds ^.mstsräaill 1727 (in der Kgl.
Bibliothek zu Halle).
Iiuäoviou8 6s Vsltksm, spsoirnsa littsris Rssrlimäiois sxdibsiis— «droriioi c^uocl ivssriditur spseulum distori^ls lidrum III äsnus säitumssounclurQ vsäicsm ms. unioum lzibliotliscZÄS asacl. I^uZä. Lat ^onkklost.
1840.
Die letzte Veröffentlichung über ihn trägt den Titel:van Vsltksws Voor^ettivA vsii äsro LpisZsI distorial (1248 —1316)opiviswo uit^sASVöQ äoor Hsrma.ii Van 6sr I^iväsrl sn ^iViIksIm 6sVrssss, Lrüsssl 1906. — Siehe allgemeine deutsche Biographie 39.396. 597.
*) Wie aus den umstehenden Wappen ersichtlich, ist der Helmschinuck aus demHelmschmuck des Balken- und des Zweigwappens kombiniert, während zu dem letzterendas Kissen allein gehört.