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2 (1912) Die Stammreihe des Geschlechts von der Teilung der Linien an
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel. Die zwvlste Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZZg

Nach dem frühen Tode seines Vaters blieb der Besitz Destedt mitKremlingen und Veltheimsbnrg mit Klein-Santersleben in ungeteilter Ge-meinschaft der 5 Brüder, verwaltet zunächst von der energischen Mutter,nnter dem Beistande des Vormundes, Oberkammerherrn v. Hohnhorst.

Karl Friedrich bezog 1813 die Universität Göttingen, trat aberschon Ende desselben Jahres bei den Brauuschweigischeu Hnsaren als Offi-zier ein und nahm an dem Feldzug 1814 teil. Nach dem ersten PariserFrieden nahm er seinen Abschied, besuchte die Universitäten Göttingenund Berlin und wurde nach Beendigung seiner Studieu bei der HerzoglicheuKammer in Braunschweig als Auditor angestellt. Er war später als Assessorund Kammerrat tätig, nahm aber nie auch uur einen Pfennig Gehalt.

Nach dem Tode seiner Mutter führte er im Auftrage seiner Brüderdie Verwaltung des gemeinschaftlichen Besitzes, bis nach ersolgter Mündig-keit des jüngsten Brnders Rudolf in der Auseinandersetzung von 183Vihm der Besitz von Destedt, wo er schon immer gewohnt hatte, zufiel.Von nun an bildete Destedt den Inhalt seines Lebens. Nachdem bereitsseine Mutter das Wohnhaus auf der Unterburg neu errichtet hatte, bauteer die Wirtschaftsgebäude in Kremlingen znm größen Teile neu auf. InDestedt erbaute er die neue Kirche 1839 41 ganz aus eigenen Mitteln undgab zu dem Neubau der Schule 1860 einen seine Verpflichtungen weitübersteigenden Beitrag. Während der ganzen Zeit, die er als Besitzer vonDestedt lebte, beschäftigte ihn unter Anwendung von viel Mühe und großenKosten die Separation und die Ablösung der Gefalle, die erst ein Jahrvor seinem Tode zu Ende geführt wnrde. Ferner führte er die Drainageauf sämtlichen Plänen, alten wie neuen, durch. Als echter Veltheimwandte er dem Garten besondere Liebe und Sorgfalt zu. Auch hatte ergroßes Interesse für die Jagd, doch war seine Hauptpassion die Pferdezucht.Erzog uur schwarze Pferde eines ganz vorzüglichen, weit berühmten Schlages.Der Fohlenstall befand sich auf der Oberbnrg, im Garten war ein großerRasenplatz zur Koppel eingerichtet.

Wenn er einerseits keine Mittel und Kosten scheute, wenn es galt,Verbesserungen des Gutes herbeizuführen, so lebte er andererseits für sichauf das einfachste nnd anspruchloseste, im Sommer in Destedt, einen Teildes Winters der Laudtagsverhandluugen wegen in Braunschweig zubringend,in seinem Hause am Burgplatz.

Nachdem 1848 sein Bruder August in Veltheimsbnrg gestorben war,traten sich die 4 Brüder, die so nahe zusammen wohnten, Friedrich inDestedt, Wilhelm in Veltheim, Hans in Braunschweig und Rudolf inSickte, womöglich noch näher, und ein herzlicheres Zusammenleben, wie siees unter sich und ihren Familien führten, kann schwerlich gedacht werden.Wie im Leben, so blieben die Brüder auch im Tode eng verbunden, binnen