Dreizehntes Kapitel- Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien Z27
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Gr. Albrecht, S, des Gr. Werner (Nr. 466) und der AdelheidMelusine v. Adelebsen, ^ und -j- 1816.
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Gr. Hans, S. des Gr. Weruer (Nr. 466) und der Adelheid Melusinev. Adelebseu, * zu Bcaunschweig 19. 7. 1818, -j- zu Harbke 5. 4. 1854,endete im Schloßpark sein Leben. Er besuchte von Ostern 1833 an dasObergymnasium und von Michaelis 1835 an das Lolls^ium Larolinum zuBraunschweig, das er 16. 10. 1837 mit dem Zeugnis der Reife verließ,studierte dann in Berlin Rechtswissenschaft, ging 1839 auf die Universität nachGöttingen und bestand 19.3.1842 das juristische Examen. 20.4.1842 wurdeer Auditor, aber er konnte der Beamtenlaufbahn keinen Geschmack abge-winnen. Dazu kam, daß er nach seines Bruders, des Gr. Bernhard, Tode1842 der Erbe des Majorates Harbke war. Um Land- und Forstwirt-schaft kennen zu lernen, hielt er sich längere Zeit in Süpplinburg undHarzburg auf. 1. 1. 1843 wurde er Hofjunker, 1844 Kammerjunler, 1847Kammerherr, aber er hielt sich fern vom Hofe. Dagegen unternahm er 1845und 1847 große Reisen durch Tyrol und Dalmatien, über Prag, Wienund Trieft nach Italien und Sizilien. Er bestieg den Ätna, weilte inGenna, durchwanderte die ganze Alpenkette von Frankreich bis zum Salz-kammergut und huldigte ohne alle sogenannten vornehmen Passionen literari-schen uud künstlerischen Interessen. Mit seinem Humor und scharfem, abernicht boshaftem Witz war er ein hervorragender Zeichner und Maler, einMeister auf dem Klavier, von gewinnender Liebenswürdigkeit, von hoherdichterischer Begabung mit einem Reichtum origineller Gedanken, eine all-gemein beliebte Persönlichkeit. Er schrieb 4 Dramen: Seekönig, Schlendrian(von Burghard Frh. v. Kramm von neuem für die Bühne eingerichtet undmit Erfolg zur Aufführung gebracht), Die Erben der Zeit, endlich End undAnfang. Das Andenken an ihn hat Hans Herrig 1873 in einem Aufsatz:„Ein neuentdeckter Dramatiker" erneuert. Seine philosophische Weltanschauungwar den schweren Schicksalsschlägen seines Hauses gegenüber nicht gewachsen.Mit seinen jüngeren Stiefschwestern lebte er in innigstem Verhältnis.
Zu den körperlichen und seelischen Lasten, welche eine quälende Krankheit,die ihn von Jugendgenossen abgeschlossen uud ihn vereinsamt, auferlegte,war das Unglück in seiner Familie hinzugekommen. Hierzu trat die hoff-nungslose Stimmung der Zeit. So erlag er trotz seines Strebens zurHeldeuhöhe edelster Selbstüberwindung den äußeren und inneren Einflüssen,die sich zu schlimmer Stunde wider ihn vereinten.
Was seine Zeichnungen anbetrifft, so brachte der französische Gesandteaus Braunschweig von ihm eine Sammlung von 22 Karikaturen an den