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Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an.
staben und Zeichen zu deuten und zu enträtseln, haben, sich die größtenAltertumsforscher vergeblich bemüht. Der Propst Hermann v. d. Hardt inHelmstedt erklärte 1721 die Inschrift für das Machwerk eines gelehrtenund bekehrten Juden aus dem 15. Jahrhundert und wollte in ihr dieJahreszahl 1451 finden. Der ehemalige Archivar zu Harbke und spätereHerzoglich Braunschweigische Registrator Nolten hielt das Ganze für kabba-listische Zeichen und wollte, wie v. d. Hardt, einige hebräische Worte darinfinden, erkennt aber die von jenem angenommene Jahreszahl nicht an. DerHofrat Lichtenstein, der 1772 als Gerichtsschnldheiß zu Helmstedt lebte,gibt auch keine genügende Erklärung. Er vermutet, daß der Diamant als einganz roher Stein in den Besitz des Geschlechtes gekommen sei. Nach seinerMeinung soll der Ring ein Siegelring gewesen und nachher modernisiertworden sein. Die äußere Schrift hält er für Syrisch, die auf der innerenSeite befindlichen Zeichen für kabbalistische, nicht für Jahreszahlen, sondernfür Buchstaben und Abbreviaturen. Professor Büttner in Göttingen erklärte1774 die Auslegung des Propstes v. d. Hardt für durchaus falsch. Derselbehabe das Alter des Ringes verkannt. Der Ring stamme zum wenigstenaus dem 11. Jahrhundert, weil mau sich im 15. Jahrhundert dergleichenZeichen nicht bedient habe. Er hielt die Zeichen für geheime Chiffern, voneinem alten Mönche ausgedacht, um Unwissende zu betrügen. Die Schriftsei also, da überdem so wenig davon vorhanden, unmöglich zu enträt-seln. Das von v. d. Hardt für eine Jahreszahl Angesprochene sei nichtdafür zu halteu. Ein Regierungsrat v. Biedersee in Magdeburg meinte1784, die ganze Inschrift enthalte nur das einzige hebräische Wort Lösr.Die übrigen seien lauter lateinische Worte. Mithin könne ein Jude, wiev. d. Hardt erkläre, der Verfasser der Inschrift nicht feiu, da es die Judenfür Sünde hielten, Latein zu schreiben. Er tritt der Meinung bei, daß dieSchrift ins 11. Jahrhundert gehöre, und diesem widerspreche bei dem hohenAlter des v. Veltheimschen Geschlechts auch nicht das Alter des Besitzes. Zuseiner Erklärung der Inschrift führe ihn folgende ihm zukommende Nachricht,daß der Ring von einem v. Veltheim, der ein Tempelherr gewesen, oder vonRudgerus v. Veltheim, welcher im 12. Jahrhundert Erzbischof von Magde-burg war, abstamme. Diese letztere Herkunft des Ringes sucht er durchAuslegung der Inschrift als die richtige darzustellen. 9. 8. 1909 schreibtProf. Dr. Euting aus Straßburg: „Der Geschlechtsring stellt ein Amulettdar und teilt mit allen Objekten ähnlicher Geltung die Eigenschaft, ver-mittelst seltsamer Namen oder Buchstabengruppen geheimnisvolle Vorstellungenhervorzurufen und absichtlich die Lesung zu erschweren, ja gar irrezuleiten.Wird dabei außer dem Griechischen halb oder ganz mißverstandenes Hebräisch(manchmal auch Arabisch) beigemengt, so wird das Rätselhafte noch gesteigertund durch Verwendung von Abkürzungen den wildesten Vermutungen Tür