Viertes Kapitel. Die dritte Stainmreihe nach der Teilung der Linien.
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Braunschweig Eigentum genommen haben. Aber die Bauern von Tappen-dick und Nemerveste setzten den Reitern nach und schlugen sich mit den-selben, so daß bei Beyenrode und vor Glentors 8 Reiter tot blieben.
18. 8. 1492 schreibt der Herzog zu Braunschweig an den Erzbischos,daß dieser es ihm nicht verargen möchte, wenn er gegen Achim, den her-zoglichen Lehensmanu, der aber im Magdeburgischen ansässig sei, Strafeverhänge, sondern er möchte ihm dazu behilflich sein, weil er einigen Kauf-leuten aus Magdeburg Laken (Tuchballen) fortgenommen und nach Harbkegebracht habe, weuu er auch auf seinen Befehl einige einem Kaufmann inWolfenbüttel gehörige, diesem ausgeliefert. Über die übrigen Kausmanns-wareu verweigere er jede Auskunft.
Auch 39. 1t). 1492 wird von nenem geklagt, daß er mit seinem Bru-der Othrave und seinen Helfern etlichen Bürgern von Magdeburg, Leipzigund Görlitz Tücher fortgenommen und nach Harbke gebracht habe. DerForderung, sie zurückzugeben, ist nicht Folge geleistet worden. Nunmehrergeht eiue neue ernste Aufforderung zur Rückgabe binnen 14 Tagen. ImFalle der Nichtrückgabe soll der Hauptmann zu Sommerschenburg, Dietrichv. Boventen, die Exekution auf Höhe des angesetzten Schadens in Harbkevollstrecken.
27. 2. 1493 lehnt der Erzbischof den Antrag des Herzogs vom 13. 2.1493, die Exekution zu sistieren und einen Vergleich mit den Kaufleutenherbeizuführen, nicht ab. Die Kaufleute sollten sich der Güter halber nichtberuhigen. Könige, Fürsten (z. B. 29. 9. 1493 der Kurfürst Johann vonBrandenbnrg und 3. 19. 1493 der Herzog Magnns von Mecklenburg) undHerren hätten sich für die v. V. verwendet, diese hätten sich um seine Auf-forderung gar nicht gekümmert.
5. 7. 1493 beantragt der Kurfürst von Brandenburg einen Vergleich,den er selbst vermitteln wolle.
28. 9. 1493 bittet dagegen der Herzog Kasimir von Schlesien den Erz-bischof, die Rückgabe von Tuch und Zucker zu bewirken, welche vor einem Jahreeinem Kaufmann aus Breslau, als dieser die Waren aus Brabant trans-portierte, bei Braunschweig weggenommen worden sind. Dieselbe Bitteergeht von seiten des Rates der Stadt Breslau.
6. 19. 1493 schlägt der Bischof zu Hildesheim einen Vergleich dnrchVermittelung seiner Räte vor und an demselben Tage erklärt der Herzogvon Braunschweig sich damit einverstanden, daß der Erzbischof feinem Rechtegemäß sich dem v. V. gegenüber verhalte. — Auch bei Kurt (Nr. 45) undbei Othrave (Nr. 53) sind ähnliche Streitigkeiten schon mitgeteilt.
3. 7. 1501 in einem Vergleiche zwischen dem Erzbischof Ernst zuMagdeburg und Herzog .Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig und Lüue-burg wird auch der Fehde gedacht, welche die v. V. gegen den Herzog