Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 81
habe deswegen bei anderen von Adel keine gute Nachrede gehabt. Wegendes schon erwähnten Überfalles der unter herzoglichem Geleit reisendenBraunschweiger Bürgermeister von feiten des Othrave und des Kurt ließHerzog Heinrich von Brannschweig öffentliche Briefe gegen sie anschlagen.Aber diese kehrten sich nicht daran. Die Ursache der Feindschaft des Kurtwar die, daß der Rat zu Brauuschweig seinen Vogt zn Kämpe, welches erdamals inne hatte, nämlich Hans v. Berge, hatte mit dem Schwerte hinrichtenlassen, weil er als ein Straßenräuber einem Bürger von Brannfchweig zweiPferde auf freier Straße weggenommen. Mit diesen Streitigkeiten hingoffenbar der Verlust von Kämpen zusammen (f. Nr. 53).
1. 4. 1497 verbürgt er sich für Gebhard v. Schenk und 27. 2. 1497ist er als Knappe und Leheusmann des Erzbifchofs Zeuge, als Heinrichv. Wobke dem Erzbifchof anzeigt, daß er 2 Hufen und 2 Hofstätten znWegensleben an das Kloster Hadmersleben erblich verkauft habe.
1498 verkauft er die Janfemannfchen Güter an Klemens v. Bülow.
1502 erhält er mit seinem Bruder Heinrich vom Herzog Heinrichdem Älteren von Brannschweig das Schloß und Gericht Jerxheim mit denDörfern Jerxheim, Beierstedt, Gevensleben, Dobbeln, Jngeleben, Waten-stedt und Sollingen für 5009 G. Rh. verpfändet, womit es von der Witwedes Oi-. Christoph v. Hagen geb. v. Gabeleutz eiugelöst worden ist. Er hatte2. 5. 1502 dem Erzbifchof 1900 G. Rh. und 00 G. Nh. bis Ostern 1503geliehen.
27. 3. 1503 wird er als früherer Besitzer des Schlosses Ruthe ge-nannt.
1. 9 1505 war er mit anderen Bürge für das Stift Hildesheim.
27. 6. 1510 war er gegenwärtig bei einem Vertrag zwischen demKloster Marienthal nnd dem Kloster Hamersleben.
1511 war er mit unter den Landständen bei einer Verhandlung gegenseinen Vetter Ludwig, welcher etwas Unglimpfliches gegen den HerzogHeinrich den Älteren von Braunschweig ausgebreitet hatte, wohl weil der Herzogim Jahre vorher mit dem Bischof von Hildesheim gegen Harbke ausgezogenwar, das Schloß zu erobern. Die Angelegenheit wurde 1512 in Gütebeigelegt.
9. 3. 1514 erhält er das durch Aussterben der v. Honlage eröffneteErbküchemneisteramt im Fürstentum Braunschweig als Mannlehen (s. amSchluß!).
10. 8. 1516 wird er vom Herzog Heinrich von Braunschweig undLüneburg nach dem Tode des Lorenz von Honlage belehnt mit Renten zuHilgendorf, Henftedt, Hanstedt, Betzenrode, Weiinigestedt. Kurt verasterlehntediese Güter an die v. Broitzen.
Das Geschlecht v. Velthelm, L