Druckschrift 
Die Amtssprache : Verdeutschung der hauptsächlichsten im Verkehre der Gerichts- und Verwaltungsbehörden sowie in Rechts- und Staatswissenschaft gebrauchten Fremdwörter
Entstehung
Seite
IV
Einzelbild herunterladen
 

IV

genötigt ist, einen Satzwörtlich" anzuführen. Auch inder jetzigen Auflage find eine große Anzahl älterer deutscherRechtsausdrücke, auch solche, die gegenwärtig nicht unmittel-bar als Deckwörter für fremdsprachliche Bezeichnungen ver-wendbar sind, an passender Stelle zur geschichtlichen Er-innerung mit eingestreut und mit^ält. W.)"*) als solchegekennzeichnet. Als Fuudgrube haben hierfür namentlichfolgende Bücher gedient:Teutscher Flavius" von KarlFerdinand Hommel, 3. Ausgabe, Bayreuth, 177S, der iuseinemAntibarbarischen Wort-Verzeichnis" von 6l) Druck-seiten schon eine Art Verdeutschungsbuch mitgeliefert hat(Ztschr. 1889 Sp.134, 1896 Sp.17) dieses Buch war schoubei der 7. Auflage benutzt und das weit umfangreichere,bei der jetzigen 8. Auflage berücksichtigte Werk,JuristischesWörterbuch zur Verbesserung des Aktenstils und Einfüh-rung einer reinen deutschen Schreibart in gerichtlichen undaussergerichtlichen Geschäften, mit praktischen Beyspielen er-läutert" von Heinrich Kuppermann, Chursächß. Sachwalternund kais. öffentl. Notar in Leipzig Leipzig, 1792. DieHommelschen Wörter habe ich mit die Kupper-

mannschen mit kenntlich gemacht.

Von neueren zur Ergänzung des vorliegenden Werkesdienlichen Büchern führe ich an: 1. Dr. L. Günther:Rechtund Sprache" (mit vielen geschichtlichen Belehrungen undNachweisen), 1898."*)-2. F. W. Sitzen:Fremdwörter derHandelssprache", 1894. - 3. A. Hausding (Mitglied desKais, deutschen Patentamts):Verdeutschungswörterbuchder Fach-, Handels- und Verwaltungssprache", 2.Aufl., 19V3(ein ungemein reichhaltiges Hilfsmittel für die Sprachedes Gewerbewefens). 4. Dr.-Jng. Otto Sarrazin (Vor-sitzer des Gesamtvorstands des Allg. D. Spr.-V.): Ver-deutfchuugs-Wörterbuch, 3. Aufl., 1906.***) 3. Dr. GüntherA. Saalfeld: Fremd- und Verdeutfchungs-Wörterbuch, 1898.

Die Notwendigkeit der Raumersparnis hat es mit sichgebracht, daß vielfach von einer Fremdwörter-Gruppe nurdas eine oder das andere der zugehörigen Wörter auf-genommen worden ist. Im übrigen ist allerdings einegewisse Reichhaltigkeit erstrebt worden, und es sind im all-gemeinen zwar nicht die technischen Dinge des Post-, Forst-,Bau- und Eisenbahnwesens und des Heeres, auch nicht daseigentliche Kirchenleben (Gottesdienst) berücksichtigt, Wohl aber

») In der g. Aufl.:. W,),

Nachtrag. Dazu: Dr, L, Günther:Deutsche Rechtscilter-tümer in unsrer heurigen deutschen Sprache", 190Z,

) Nachtrag. Jetzt schon in 4. Auflage (1g12> erschienen.