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herrschend sn sich machen, was dienen soll, tinvdienend, was herrschen. Darum spricht derHerr: Seiig sind die Armen an Geiste, denndas Himmelreich ist ihre. Und abermal sprichter: Ich preise dich Vater und Herr Himmelsund der Erde, daß du solches verborgen hastden Weisen und Klugen, und hast es geoffen-baret den Unmündigen, ja Vater, also wares wohlgefällig vor dir.
Hieraus sey vergönnt, mit geziemenderEhrfurcht zu erwiedern:
Schlichtheit des Urtheils, Reinheit der Em-pfindung und Einheit des Strebens bilden dieBestandtheile dessen, was unter dem Namenchristlicher Einfalt die Verheißung diksts unddes zukünftig«» Lebens hat und uns allen alsdas Kleinod vorgehalten wird, dem wir nach-jagen sollen. Es giebt in diesem Sinne einezwiefache Einfalt. Die eine ist die, welche die"wohlbegabten, weict>geschaffenen, zartgcbildetenSeelen gleich bey ihrem Einlritle in das Lebenals ein Geschenk göttlicher Gnade empfangenund als ihr theuerstes Kleinod heilig halten,keine Gefahr kennend als es zu verlieren oderzu verletzen, sich aller Sorge entschlagend, au-ßer der einen, eS treu zu bewahren und darumjn ihrem Thun und Streben sich so viel siekönnen, beschrankend. Die andere Einfall ist