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Über die Verbindung des wissenschaftlichen Geistes mit dem Geiste der Frömmigkeit bey Unterweisung der Jugend : eine Rede gehalten auf Veranlassung einer Schulfeyerlichkeit im Königlichen Gymnasium zu Düsseldorf den 30. December 1817
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Anschauungen zu vorwandeln, die BetrachtungAnfangs auf einzelne Theile, dann von denTheilen auf das Ganze, hierauf von kleinerenGanzen auf größere zu richten; indem wir sol-chergestalt die Jünglinge lehren , den Geist zuerfassen, der in den Werken der großen altenMeister lebt, schließen wir ihnen zugleich denSinn auf, den höhern aber verwandten Geistewiger Ordnung zu ahnen, der in dem All derWelten waltet, und dürfen nicht besorgen, bie-durch sie von Gott abzuführen, vielmehr hoffen»sie stufenweise dem Wesen der Wesen näher zubringen, in dem die höchste Schönheit wohnt;wir dürfen nicht besorgen, hiedurch die Satzungenirgend einer christlichen Bekennung zu übertreten ;denn keine leugnet, daß Schönes zu erkennenGewinn sey, der nimmcr uns entrissen werdenkann.

Sollte aber Jemand von den Wissenschaftender Mathematik und Naturkunde behaupten,daß sie etwas an sich hätten» wodurch sie dieSeelen derer beschädigten, die sich ihnen mitEifer ergeben, so möchte ich dagegen zuerst diePythagoreer in Erinnerung bringen.Unab-lässig strebe» Gesetzmäßigkeit außer dir in derNatur aufzusuchen» und im eigenen Leben siehervorzubringen." In diese wenigen Worteläßt sich der Grundsatz ihrer Philosophie fassen.