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serer Werthschätzung die griechische unv lateini-sche mit Recht einen hohen Rang ein, wegendes unendlichen Reichthums geistreicher Wörterund Wendungen, die sie sür alles, was einmenschlicher Verstand zu denken, nnd ein mensch-liches Herz zu fühlen fähig ist, besitzen» und wo-durch sie mehr als andere beweisen, welcheWohlthat Gott der Herr seinem geliebten Men-schengeschlechte in der Gabe der Sprachen er-zeigt hat.
Die/es thun sie auch durch so viele herrlicheWerke von musterhafter Schönheit, welche höchstedle Geister ihnen anzuvertrauen gewürdigt ha-den. Zweckmäßigkeit und Fülle-, Einheit undMannichfaltigkeit, Lebendigkeit und Gestaltung,Kraft und Maaß, das sind die Elemente desSchönen, durch deren glückliche Mischung einechtes Werk der Kunst seinen Werth bekömmt,und das Weltganze, in dem alles mit allem ininniger und durchgängiger Verknüpfung wirkt,sinnbildlich darstellt. Indem wir nun die unSanvertrauten Jünglinge in das Heiligthum deralten Kunst einweihend, sie anleiten, die räth-felhaffe Sprache, welche diese führt, nach nndnach zu entziffern, den Schleier, unter welchemihre himmlisch» Anmuth sich birgt, allmählig zulüften, die Empfindungen, welche sie erregt, inGedanken, die Gedanken, welche sie weckt, in