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Johann Wilhelm : ein dramatisches Charakter- und Zeitbild ; in fünf Aufzügen
Entstehung
Seite
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wie ein Blitzstrahl eine Axt hinter dem Strauche hervor, undklatsch hat der Eber eins wo es gilt, daß er alle Viere von sichstreckt.

Stemmler. Gott Lob!

Rasch. Wie der Herr sich aufrichtet, liegt das Schwarzwildverendet und der Wimar steht mit seiner Art daneben —

Sonnenschein. Weiß nicht einmal, daß er seinen gnä-digen Landesherrn gerettet.

Stemmler. Brav Wimar! Das werd' ich dir gedenken!Was sprach der Herr?

Sonnen schei» Der nahm den Wimar bei der Hand,dankt ihm schön und sagt: er soll sich eine Gnad' ausbitten.

Rasch. Da bat er um die Wildsauhaut.

Sonnenschein. Und als der Kurfürst frug, was erdamit wollt, da sagt er: er wollt's gerben lassen zu einer hirsch-ledernen Hose (lacht) —

Nasch. Da siel Alles aus dem Schrecken in's Lachen —

Sonnenschein. Alle lachten hell auf, bis der Herr dasGackeln verbot und den Wimar zufrieden stellte —

Stemmler. Recht so!

Sonnenschein. Der stand wie Butter in der Sonne —

Rasch. Der Herr befahl, ihm sogleich die beste Hirschhautzu liefern —

Sonnenschein. Und hat sich auch den Namen aufge-schrieben.

Stemmler. Da wird wohl noch Besseres abfallen.

Sonnenschein. Das hab' ich immer gesagt: ohne denWimar war der Herr verloren.

Stemmler. Also keinen Schaden genommen?

Rasch. Nicht den mindesten —

Sonnenschein. Er ist völlig unverletzt davongekommen.

St em ml er. Ihr könnt's Gott danken, sonst hättet Ihrmit dem alten Stemmler zu thun gekriegt! Wie steht die Jagd?

Sonnenschein. Die Hunde haben die Richtung nach denHeidensteinen.

Stemmler. So ist's vorbei. Der Boden ist schon zutrocken. Wir können uns hier im Schatten niederlassen, bisabgeblasen wird. Hier ist ja der Hauptpaß.

(Alle drei lassen sich nieder.)

Stemmler. Der Schrecken hat mir die Kehle eingeschnürt.Das muß ich abspülen. (Zieht eine Flasche hervor.) Echter Paffrather

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